Auch der zweite Tag des Mr. Olympia 2026 ist zu Ende gegangen und es wäre nicht übertrieben zu behaupten, dass Bodybuildinggeschichte geschrieben wurde. Nachdem es zu keinen neuen technischen Problemen wie noch am ersten Wettkampftag gekommen war, erlebten Bodybuildingfans einen spektakulären Wettkampf, bei dem insbesondere das Ergebnis im Open Bodybuilding im Gedächtnis bleiben wird. Doch der Sieg von Nick Walker ist nur eines der Highlights des zweiten Wettkampftages.
Nick Walker gewinnt den Olympia 2026
Die letzte Entscheidung beim Mr. Olympia 2026 ist gleichzeitig sicherlich auch die wichtigste gewesen. Nachdem Nick Walker im Vorjahr lediglich auf Platz 6 gekommen war und die zwei Jahre davor sogar verletzungs- und krankheitsbedingt den Olympia verpasst hatte, darf der diesjährige Wettkampf als wahres Comeback verstanden werden. Der US-Amerikaner präsentierte sich nicht nur in alter Stärke, sondern so gut wie wohl noch nie auf der Olympia-Bühne – und das, nachdem er fast die Freude am Wettkampfsport verloren hätte.

Dies wiederum wurde von den Judges wertgeschätzt. Auch wenn Samson Dauda im Finale die Nase vorn hatte, konnte Nick Walker im Prejudging ausreichend Abstand aufbauen, um am zweiten Wettkampftag den Olympia-Titel zu gewinnen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Tür keinesfalls zu ist. Sowohl Samson Dauda als auch der geschlagene Olympia-Champ Derek Lunsford werden fraglos im nächsten Jahr erneut um den Titel angreifen wollen.
Shealynn Burnett schreibt Geschichte auf dem Olympia 2026
Ebenfalls Bodybuildinggeschichte schrieb die US-Amerikanerin Shealynn Burnett. Auf dem Olympia 2026 wurde erstmals die Fit-Model-Division angeboten, die eine Reaktion auf das gestiegene Leistungsniveau in der Bikini-Klasse war. Ganze 18 Starterinnen kämpften um den historischen ersten Sieg. Am Ende sollte Shealynn Burnett dem neuen Standard am besten gerecht werden.
Ob ihr im kommenden Jahr die Titelverteidigung gelingt, bleibt abzuwarten. Die Bikini-Division ist das beste Beispiel dafür, wie eng das Leistungsniveau an der Spitze ist und wie häufig es letztlich doch zu neuen Titelträgern kommen kann.

Bereits jetzt steht zudem fest, dass auch Deutschland vertreten sein wird. Sarah Terzenbach gewann vor wenigen Tagen in Offenbach als erster deutscher Fit-Model-Profi das Olympia-Ticket und darf 2027 auf der Bühne stehen.
The Standard – Neuer Trailer zur Doku um Chris Bumstead veröffentlicht
Der Standard ist dabei ein gutes Schlagwort. Im Rahmen des zweiten Tages beim Olympia 2026 wurde der Trailer zur Dokumentation um den Classic-Rekordsieger Chris Bumstead veröffentlicht. Zwei Jahre ist es her, dass man beim letzten Sieg des Kanadiers gefilmt hatte, und eigentlich war die Veröffentlichung bereits für 2025 angekündigt gewesen.
Nun scheint die Produktion endgültig abgeschlossen. Ob der Film tatsächlich, wie es ursprünglich hieß, auf Netflix erscheinen wird oder auf einer anderen Plattform, ist derzeit ebenso wenig bekannt wie das Veröffentlichungsdatum.
Die weiteren Ergebnisse am zweiten Wettkampftag
Neben den genannten Ergebnissen wurden zudem die Siegerinnen und Sieger in vier weiteren Kategorien ermittelt. In der Fitness-Klasse konnte sich die Vorjahressiegerin Michelle Fredua-Mensah erneut gegen Jaclyn Baker durchsetzen und gewann damit ihren zweiten Titel. In der Bikini-Kategorie sollte es für Jasmine Gonzalez hingegen der erste Titel werden. Im Vorjahr wurde sie noch auf Platz 3 gesetzt.

In der Wheelchair-Klasse wurde der amtierende Champ James Berger erneut geschlagen, nachdem dieser im Vorfeld des Olympias bereits auf der Texas Pro verloren hatte. Nun konnte er den dortigen Sieger zwar wieder hinter sich lassen. Der Olympia-Titel ging am Ende aber an den Australier Blake Colleton, dessen bestes Ergebnis bis dahin Platz 7 war.

Das letzte Ergebnis war schließlich die Entscheidung in der Men’s Physique. Kyren Holden machte hier im Vorfeld auf sich aufmerksam, nachdem er den Vorjahreszweiten Ali Bilal noch auf der Pittsburgh Pro geschlagen hatte. In einem engen Kampf konnte Ali Bilal die Verhältnisse wiederherstellen. Der vierte Sieg in Folge ging aber an Ryan Terry, der damit den bisherigen Rekord in der Men’s Physique einstellte und im nächsten Jahr alleiniger Rekordhalter werden will.
Titelbild: Instagram


















