Nachdem polnische Bodybuildingfans bereits Anfang Oktober Open Bodybuilding präsentiert bekommen hatten, gab es nur einen Monat später bereits eine zweite Polen Pro 2026. Der im Oktober qualifizierte Andrea Presti verzichtete dabei ebenso auf einen weiteren Start wie auch andere Top-Schwergewichtsprofis, sodass es eine Chance für Athleten aus der vermeintlich zweiten Reihe werden sollte. Doch ein Athlet wollte die Pläne der Konkurrenz durchkreuzen. Giant Killer Shaun Clarida ging erneut in der Open an den Start.
Shaun Clarida ist der Giant Killer
Der ehemalige 212-Olympia-Champ Shaun Clarida trägt nicht ohne Grund den Spitznamen „Giant Killer“. Obwohl er selbst in der Offseason die 212 Pfund kaum ausfüllt, gewann der US-Amerikaner 2020 erstmals den Olympia-Titel und ist seitdem fester Bestandteil der Top 3 beim Olympia. Doch der IFBB Pro beschränkt sich schon lange nicht mehr auf Wettkämpfe in der 212.
Auf der Legions Pro 2021 gab Shaun Clarida sein Open-Debüt und setzte sich unter anderem gegen Martin Fitzwater, Tonio Burton, Regan Grimes und Patrick Moore durch. Auch wenn dies inzwischen fünf Jahre her ist, standen all diese Athleten in diesem Jahr beim Olympia, was den Sieg rückblickend umso beeindruckender macht. Beim Olympia 2022 wäre der 212-Athlet gerne in beiden Divisions gestartet, doch die IFBB schob dem Ganzen einen Riegel vor.
Shaun Clarida musste sich entscheiden und tat dies zugunsten der 212, wo er seinen zweiten Olympia-Titel gewinnen konnte. Doch es folgten immer wieder Ausflüge in das Open Bodybuilding. Sei es auf der Arnold Classic 2023, der spektakulären Prag Pro 2024 oder der Japan Pro 2025. Letzteren Wettkampf konnte der Giant Killer ebenfalls für sich entscheiden, sodass die Konkurrenz für die zweite Polen Pro im Jahr 2026 gewarnt war.
Shaun Clarida gewinnt Polen Pro 2026
Zum Wettkampf in Polen fuhr Shaun Clarida mit zwei Siegen in den vergangenen Wochen. Sowohl auf der Prag Pro 2026 als auch auf der Koloseum Pro in Italien konnte der US-Amerikaner in diesem Jahr die 212 für sich entscheiden. In Polen ging er nun zum siebten Mal in seiner sportlichen Karriere in der Open an den Start. Bereits im Vorfeld war klar, dass der mehrfache Olympia-Teilnehmer realistische Chancen auf den Sieg haben würde.

Die größte Konkurrenz auf dem Papier war der Tscheche Josef Kveton, der in den vergangenen Wochen schon immer wieder überzeugen konnte und sich in der Slowakei lediglich Michal Krizo geschlagen geben musste. Doch obwohl die erste Olympia-Qualifikation seiner Karriere zum Greifen nah war, sollte es nicht dazu kommen.

Bereits am ersten Wettkampftag verglichen die Judges Josef Kveton und Shaun Clarida in der Mitte. Am zweiten Wettkampftag, an dem das Finale ausgetragen wurde, änderte sich hieran nichts mehr, wobei es für den US-Amerikaner das bessere Ende nahm. Shaun Clarida gewann damit den 12. Wettkampf seiner Karriere. Beim Olympia 2027 wird er dennoch seinen Platz in der Open verfallen lassen.
Ergebnisse der Scorecards werden nachgereicht.
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