Weniger als auf Arnolds: So viel Geld gewannen die Athleten beim Olympia

Der Sieg beim Mr. Olympia ist nicht nur mit Ruhm und dem Eintrag in die Bodybuilding-Geschichtsbücher verbunden, sondern bedeutet auch das Erlangen eines attraktiven Preisgeldes. Doch obwohl Nick Walker den Titel beim Olympia 2026 überraschend gewann, sammelte er nicht die höchste Siegprämie in diesem Wettkampfjahr ein. Was er mit dem Geld hingegen machen wird, ist Nick Walker dennoch bereits klar, wie er im Interview nach dem Olympia erklärte.

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So hoch waren die Preisgelder beim Mr. Olympia 2026

Als Larry Scott 1965 den ersten Mr. Olympia gewann, betrug das damalige Preisgeld 1.000 US-Dollar. Inflationsbereinigt entspricht dies knapp 60 Jahre später etwas mehr als 10.000 US-Dollar, was immer noch weit von den Summen entfernt ist, die die Sieger heutzutage erhalten. Bereits Frank Zane bekam 1979 25.000 US-Dollar und seitdem stieg das Preisgeld über die Jahre zunehmend an.

Die größten Sprünge gab es jedoch erst in den vergangenen Jahren. Ronnie Coleman erhielt 2005 noch 150.000 US-Dollar, bis das Preisgeld schließlich ab 2015 auf 400.000 US-Dollar erhöht wurde und lange nicht mehr angehoben wurde. Erst der Entschluss von Arnold Schwarzenegger, das Preisgeld bei der Arnold Classic deutlich anzuheben, führte zu weiterer Bewegung. Der wohl bekannteste Bodybuilder aller Zeiten sagte damals sinngemäß, dass er sich nicht mehr an Absprachen gebunden fühle, und lobte 500.000 US-Dollar für den Sieger der Arnold Classic 2025 aus.

Die Olympia-Veranstalter zogen nach und setzten mit 600.000 US-Dollar Siegprämie nochmals einen drauf, bevor Arnold Schwarzenegger seit diesem Jahr sogar 750.000 US-Dollar an den Arnold-Classic-Sieger vergibt. Gemeinsam mit dem Titelgewinn bei der Arnold Classic UK und weiteren 250.000 US-Dollar holte Andrew Jacked damit in diesem Jahr mehr Preisgeld als Nick Walker, der mit dem Sieg beim Olympia 2026 und dem zweiten Platz bei der Arnold Classic 2026 auf insgesamt 850.000 US-Dollar kommt.

Die Siegprämien der restlichen Kategorien

Beim Olympia 2026 erhielt Andrew Jacked mit seinem vierten Platz wiederum genauso viel Preisgeld wie Mike Sommerfeld für den zweiten Platz in der Classic Physique. Auch wenn die Athleten dieser populären Division deutlich mehr Geld gewinnen können als die restlichen Teilnehmer der Olympia-Veranstaltung, ist die Differenz zum Open Bodybuilding dennoch enorm. Einen Teil davon trug zumindest im vergangenen Jahr Chris Bumstead bei. Ob dies in diesem Jahr so fortgesetzt wurde, wurde öffentlich nicht kommuniziert.

Division Champion 1st 2nd 3rd 4th 5th
Mr. Olympia Nick Walker $600,000 $200,000 $100,000 $40,000 $30,000
Classic Physique Niall Darwen $100,000 $40,000 $20,000 $10,000 $6,000
Men’s 212 Keone Pearson $50,000 $20,000 $12,000 $7,000 $6,000
Men’s Physique Ryan Terry $50,000 $20,000 $12,000 $7,000 $6,000
Ms. Olympia Andrea Shaw $50,000 $20,000 $12,000 $7,000 $6,000
Women’s Physique Natalia Abraham Coelho $50,000 $20,000 $12,000 $7,000 $6,000
Figure Lola Montez $50,000 $20,000 $12,000 $7,000 $6,000
Wellness Eduarda Bezerra $50,000 $20,000 $12,000 $7,000 $6,000
Bikini Jasmine Gonzalez $50,000 $20,000 $12,000 $7,000 $6,000
Fitness Michelle Fredua-Mensah $50,000 $20,000 $12,000 $7,000 $6,000
Wheelchair Blake Colleton $10,000 $3,500 $2,000 $1,500 $1,000
Fit Model Shealynn Burnett nicht veröffentlicht

Gleiches gilt für die Siegprämie in der Fit Model Division, die in diesem Jahr ihr Olympia-Debüt feierte. Die Siegerin wird aber fraglos nicht mehr gewonnen haben als die Champions der restlichen Kategorien, die bis auf Ausnahme der Wheelchair-Klasse allesamt 50.000 US-Dollar zu ihrem Olympia-Titel erhielten.

Nick Walker begleicht Schulden seiner Eltern

Kurz nach dem unerwarteten Erfolg beim Olympia 2026 äußerte Nick Walker sich zu verschiedenen Themen rund um seinen Sieg. So erklärte er unmittelbar nach dem Wettkampf, dass er beinahe die Lust am Wettkampfsport verloren habe. Sein derzeitiger Coach habe eine wichtige Rolle dabei gespielt, weiterhin mit voller Energie in die Vorbereitung zu gehen. Doch auch seine Eltern waren für den frisch gebackenen Olympia-Sieger immer eine Unterstützung.

In einem anderen Interview nach dem Wettkampf erklärte Nick Walker in Anwesenheit seiner Eltern, dass er ihnen in Zukunft ein sorgenfreies Leben ermöglichen wolle. Der Olympia-Champ will mit dem gewonnenen Preisgeld sämtliche Schulden seiner Eltern begleichen. Neues Geld sollte in absehbarer Zeit erneut auf sein Konto eingehen. Nick Walker gab bereits bekannt, bei der Arnold Classic 2027 wieder an den Start gehen zu wollen.

Titelbild: Instagram

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