Der Mr. Olympia 2026 ist in vollem Gange, doch nach dem ersten Tag sind bereits die ersten Entscheidungen gefallen. Aus deutscher Sicht hatte der Wettkampf wie schon im Vorjahr Überraschungen zu bieten. Sowohl in der Figure als auch in der Classic Physique wurde die Top 3 geknackt, auch wenn die Freude nicht in beiden Fällen überwiegen dürfte. Darüber hinaus deutete das Prejudging im Open Bodybuilding bereits an, wer in diesem Jahr Mr. Olympia werden könnte.
Kostenloser Livestream fiel komplett aus
Den Anfang machte jedoch eine weniger erfreuliche Nachricht. Eigentlich sollte der Mr. Olympia 2026 zum Bodybuildingfest für Fans überall auf der Welt werden. Doch offenbar hatten die Veranstalter nicht mit so einem Ansturm an Gästen gerechnet. Pünktlich zum Prejudging der 212-Division fiel der in diesem Jahr erstmals kostenlose Livestream aus, sodass es keine Bilder von vor Ort gab.
Doch die Fans zeigten sich einfallsreich. Verschiedene Leute streamten das Event über Instagram, sodass zumindest der generelle Wettkampfablauf von zu Hause aus verfolgt werden konnte. Kurz nach Beginn der Classic Physique schafften es die Veranstalter dann, das Problem zu beheben, und zumindest die vom Kampfgericht zusammengestellten Callouts konnten wie geplant per Livestream verfolgt werden.
So schnitten die Deutschen beim Olympia 2026 ab
So bekamen auch die Zuschauer zu Hause mit, was sich vor Ort in Las Vegas anbahnte. Ramon Dino, der im vergangenen Jahr die Nachfolge von Chris Bumstead angetreten war und eigentlich seine eigene Siegesserie schreiben wollte, wurde zunächst zwar standesgemäß in der Mitte verglichen, doch ziemlich schnell aus dieser Position herausrotiert. Am Ende deutete sich ein Titelgewinn von Mike Sommerfeld an, auf den der deutsche Classic-Physique-Athlet wohl am meisten hingefiebert haben dürfte.

Doch nach zwei Vize-Titeln sollte es auch in diesem Jahr lediglich der zweite Platz beim Olympia werden. Niall Darwen, der sich im Vorjahr noch auf Platz 5 vorgearbeitet hatte, gewann die Classic Physique und wurde der erste europäische Olympia-Sieger in dieser Kategorie. Womöglich wird es auf der Arnold Classic in Ohio ein Rematch geben, denn zumindest der frisch gebackene Olympia-Champ deutete bereits seinen Start an. Dort würde sicher auch gern Luca Reger starten, der mit Platz 11 sehr knapp die Top 10 verpasste.

Erfreulicher verlief der Abend für die deutschen Damen in der Figure. Mit Dorethana Agthina (Platz 8), Jennifer Zienert (Platz 7), Lena Ramsteiner (Platz 5) und Denise Zwinger-Tynek (Platz 3) gelangten gleich vier Damen in die Top 10. Insbesondere Letztgenannte dürfte zufrieden mit ihrem Ergebnis gewesen sein. Die Deutsche verwies die Vorjahressiegerin auf Platz 4 und gemäß Scorecard hatte mehr als ein Judge die Figure-Athletin weiter vorne im Ranking!
(Keine) Überraschungen im Open Bodybuilding
Noch bevor die Ergebnisse in der Classic Physique bekanntgegeben wurden, erfolgte das Prejudging im Open Bodybuilding. Wie im Vorfeld vermutet, sollten Derek Lunsford, Samson Dauda, Andrew Jacked und Nick Walker die Top 4 bilden, wobei Letztgenannter gute Chancen auf den zweiten Platz haben dürfte. Derek Lunsford wiederum erlaubte sich generell keine Schwächen. Wenn man den US-Amerikaner bekanntermaßen im Vorjahr zum Sieger erklärt hat, wäre es vertretbar, ihn den Titel verteidigen zu lassen.

Größer war die Überraschung auf den dahinterfolgenden Plätzen. Martin Fitzwater, der auf der Prag Pro 2025 noch Samson Dauda geschlagen hatte, wurde erst im zweiten Callout am Rand aufgerufen und brachte an diesem Abend keinesfalls ein zufriedenstellendes Paket. Für den US-Amerikaner könnte es nicht einmal für die Top 10 gereicht haben. Ebenso wird William Bonac bei seinem letzten Olympia voraussichtlich keine Platzierung in der Top 15 erreichen.
Bei den Frauen ansonsten alles beim Alten
Ansonsten gab es in den restlichen Klassen am ersten Wettkampftag keine neuen Titelträgerinnen. Sowohl in der Women’s Physique, dem Women’s Bodybuilding als auch der Wellness konnte die jeweilige Siegerin ihren Titel verteidigen, wobei die Ergebnisse keinesfalls immer einstimmig waren. Am bemerkenswertesten war sicherlich noch das Ergebnis in der Women’s Physique. Die vierfache Olympia-Siegerin Sarah Villegas, die auf der Pressekonferenz noch ausgebuht wurde, verlor an Boden und kam lediglich auf Platz 3.
So geht es am zweiten Tag weiter
Während der zweite Tag des Wettkampfs aus Sicht der USA vollständig am Samstag durchgeführt wird, teilt er sich für deutsche Bodybuilding-Fans aufgrund der Zeitverschiebung auf Samstag und Sonntag auf.
Die offiziellen Zeiten für den zweiten Wettkampftag des Mr. Olympia 2026:
- Vorwahlen am Samstag, 26.09.2026, ab 18:30 Uhr:
- Men’s Physique Olympia
- Fitness Olympia
- Bikini Olympia
- Wheelchair Olympia Pre-Judging & Finals
- Fit Model Olympia Pre-Judging & Finals
- Finalentscheidungen beim Mr. Olympia 2026 am Sonntag, 27.09.2026, ab 04:00 Uhr:
- Fitness Olympia
- Men’s Physique Olympia
- Bikini Olympia
- Mr. Olympia Open Bodybuilding
Titelbild: Instagram



















