Die Mittelpartie von Tim Budesheim war eines der prägendsten Themen der Bodybuildingszene in den vergangenen Monaten. Es gab keinen Wettkampf in diesem Jahr, bei dem der IFBB Pro nicht mit Problemen zu kämpfen hatte. Obwohl der Open Bodybuilder und sein Coach verschiedene Strategien versucht hatten, bekam man die Bauchpartie nicht in den Griff, sodass Tim Budesheim sich nun für einen Klinikaufenthalt entschied und dabei verschiedenste Untersuchungen gemeinsam mit den Ärzten durchführen ließ.
MRT, CT und Magenspiegelung
Eine Olympia-Qualifikation ist bis heute ein sportliches Ziel, das sich für Tim Budesheim nicht erfüllen sollte. Doch während der IFBB Pro in den vergangenen Jahren mehr als einmal durchaus knapp an dieser vorbeigeschrammt war, fiel er in diesem Jahr trotz muskulärer Verbesserungen deutlich zurück. Grund hierfür waren Probleme mit der Taille, die das Gesamtbild auf der Bühne störten und dazu führten, dass die Judges den Open Bodybuilder nicht ein einziges Mal im First Callout hatten.
Zwischenzeitlich gab es sogar die Empfehlung, die Wettkampfsaison vorzeitig zu beenden, doch Tim Budesheim setzte diese zumindest bis zum Wettkampf in Offenbach fort, um sich noch einmal vor heimischem Publikum zu präsentieren. Anschließend ging es jedoch in eine Pause, in der es nicht sofort in die Offseason gehen sollte. Vielmehr stand die Ursachenforschung für das Problem mit der Taille im Fokus.
Nachdem verschiedene Tests oder auch phasenweise der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel keine nachhaltige Verbesserung brachten, suchte der IFBB Pro eine Spezialklinik in Meppen auf. Dort erfolgten umfangreiche Untersuchungen des Wettkampfbodybuilders, die unter anderem ein MRT, ein CT und eine Magenspiegelung umfassten.
Organvergrößerung ist kein Problem
Die Tests ergaben dabei einige unerwartete Ergebnisse. Im Vorfeld wurde unter anderem immer mal wieder darüber diskutiert, ob vergrößerte Organe oder viszerales Fett einen Einfluss auf den Look der Taille haben könnten. Dies könne der IFBB Pro für seinen Fall jedoch ausschließen. Die bildgebenden Verfahren hätten keine Hinweise auf krankhafte Veränderungen ergeben.
Anders gestaltet es sich dagegen mit einem anderen Problem. Demnach hat Tim Budesheim eine Rektusdiastase. Dabei weichen die geraden Bauchmuskelstränge auseinander, was beim IFBB Pro dazu führt, dass Teile des Darms nach außen drängen.
Tim Budesheim erklärt, welche Maßnahmen er treffen will
Auch wenn der Aufenthalt in der Klinik zunächst keine weiteren Antworten darauf lieferte, wodurch die bestehenden Verdauungsprobleme entstanden sind, hat der IFBB Pro einen Plan gefasst, wie es weitergehen soll. So haben die bildgebenden Verfahren verdeutlicht, dass auch die seitlichen Bauchmuskeln überdurchschnittlich stark ausgeprägt sind und damit den Rumpfumfang erhöhen.
Tim Budesheim erklärte nun, in Zukunft versuchen zu wollen, diese etwas schrumpfen zu lassen. Neben der Umstellung der Übungsauswahl soll unter anderem auch ein Waisttrainer dabei helfen, die Ansteuerung dieses Bereichs zu reduzieren und damit weniger Wachstumsreize zu setzen. Zudem überlegt der Open Bodybuilder, einen Spezialisten in München aufzusuchen, der die bestehende Lücke in der Bauchwand operieren könnte.
Ausstehend sind noch die Ergebnisse der Biopsien, die möglicherweise die Ursache der bestehenden Verdauungsprobleme erhellen können. Ob es dann noch weitere Maßnahmen gibt, die der IFBB Pro umsetzen kann, bleibt abzuwarten.
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