Mr. Olympia 2026: Fazit von Stefan Kienzl und David Hoffmann

Der Mr. Olympia 2026 ist Geschichte und mit Nick Walker gab es in der offenen Klasse einen neuen Champion. Der US-Amerikaner setzte sich in Las Vegas gegen Samson Dauda und Derek Lunsford durch und erfüllte sich damit den größten Traum seiner Karriere. Im Anschluss an die Entscheidung ließen Stefan Kienzl und David Hoffmann den Wettkampf noch einmal Revue passieren.

Nick Walker überrascht mit Olympia-Sieg

Dass Nick Walker tatsächlich einmal den Mr. Olympia gewinnen würde, überraschte insbesondere Stefan Kienzl. Der Österreicher erinnerte daran, dass Nick Walker bereits vor rund fünf Jahren in Interviews angekündigt hatte, eines Tages den wichtigsten Titel im Bodybuilding gewinnen zu wollen. Damals sei der US-Amerikaner dafür von vielen belächelt worden.

Dabei hob David Hoffmann insbesondere die Entwicklung von Nick Walker hervor. Wenn man sich Bilder aus dessen Amateurzeit oder den ersten Jahren als Profi anschaue, hätte er selbst niemals erwartet, dass der US-Amerikaner sich derart entwickeln würde. Nick Walker sei nicht mit den besten körperlichen Voraussetzungen gesegnet, habe dies jedoch mit harter Arbeit ausgeglichen. Für Stefan Kienzl sei der Olympia-Titel daher vollkommen verdient.

Den Grundstein für den Sieg legte Nick Walker bereits am ersten Wettkampftag. Im Prejudging lag der spätere Champion nach Einschätzung von Stefan Kienzl und David Hoffmann eindeutig vorne. Im Finale präsentierte sich dagegen Samson Dauda deutlich verbessert und gewann diesen Durchgang sogar mit der bestmöglichen Punkteziffer. Damit schob sich Samson Dauda noch an Derek Lunsford vorbei, konnte Nick Walker in der Gesamtwertung jedoch nicht mehr einholen. – Dem IFBB Pro gelang damit etwas, wovon er selbst zutiefst überzeugt war.

Starke Leistungen in den Top 10

Auch Derek Lunsford präsentierte sich im Finale verbessert, was am Ende jedoch lediglich für den dritten Platz reichen sollte. Dahinter folgte Andrew Jacked, während sich Tonio Burton im Kampf um den fünften Platz am zweiten Wettkampftag deutlich absetzen konnte.

Positiv hob David Hoffmann zudem James Hollingshead hervor. Der Brite hatte bereits über das gesamte Jahr eine starke Saison gezeigt und wurde beim Olympia mit einer Platzierung in den Top 10 belohnt. Behrooz Tabani hatte dagegen lange mit Visaproblemen zu kämpfen und konnte seine Olympia-Qualifikation erst auf den letzten Drücker in China sichern, um Einresen zu können. In Las Vegas präsentierte sich der Iraner schließlich in einer deutlich besseren Form.

Auch Regan Grimes zeigte nach Einschätzung von Stefan Kienzl und David Hoffmann eine Bestleistung und erreichte die beste Olympia-Platzierung seiner bisherigen Karriere. Brandon Curry schaffte ebenfalls erneut den Sprung in die Top 10. Der ehemalige Mr. Olympia überzeugte die beiden insbesondere von vorne. In der Rückansicht fiel der inzwischen über 40-Jährige dagegen etwas ab, was laut Stefan Kienzl und David Hoffmann eine noch bessere Platzierung verhindert haben könnte.

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