Die Classic Physique war aus deutscher Sicht die wohl spannendste Klasse beim diesjährigen Olympia. Im Rahmen der Vorwahl traf Olympia-Hoffnung Mike Sommerfeld das erste Mal seit einem Jahr erneut auf den Brasilianer Ramon Dino. Die Frage war, ob es dem Deutschen gelingen würde, einen historischen Erfolg zu erzielen.
Mike Sommerfeld gegen den besten Terrence aller Zeiten?
Mike Sommerfeld überließ in diesem Jahr nichts dem Zufall. Nachdem er sich im Rahmen der Pressekonferenz bereits demütiger zeigte als noch im Vorjahr, kam er im Mantel in den Backstagebereich, wobei darunter bereits die Farbe aufgetragen worden war. Diese prüfte der IFBB Pro knapp drei Stunden, bevor der Wettkampf startete, noch einmal im Bühnenlicht, wie einzelne Aufnahmen auf Social Media zeigten. Nichts sollte dem Zufall überlassen werden.
In den numerischen Aufrufen kam es dann gleich zum direkten Aufeinandertreffen mit Terrence Ruffin, wobei die beiden aufgrund ihrer Nachnamen nebeneinander standen. Der US-Amerikaner wollte beim Olympia 2026 so schwer antreten wie nie zuvor und überzeugte auf ganzer Linie. Damit war zu diesem Zeitpunkt bereits klar, dass es kein reiner Zweikampf zwischen Mike Sommerfeld und Ramon Dino werden würde.
First Callout Prejudging Classic Physique Olympia 2026
Nachdem alle Athleten in der Einzelpräsentation ihren Moment auf der Bühne hatten, ging es schließlich mit dem First Callout in der Classic Physique los, in den die Judges acht Athleten riefen, wobei
- Terrence Ruffin
- Ramon Dino
- Mike Sommerfeld
- Niall Darwen
die Mitte bildeten.

Nach einem ersten Vergleich wurde der Newcomer Anton Ratushnyi näher an die Mitte rotiert, während man Ramon Dino und Mike Sommerfeld die Plätze tauschen ließ. Die beiden letztjährigen Top-2-Athleten blieben allerdings in der Center-Position.
Luca Reger im zweiten Callout
Für Luca Reger wurde es der zweite Callout, in den erneut acht Athleten gerufen wurden. Der Deutsche konnte insbesondere mit seiner Präsenz gegen die Konkurrenz punkten und wurde in der Mitte gegen den Italiener Andrea Mammoli verglichen, der sein Gewichtslimit noch nicht ausreizt.

Nach einer ersten Runde rotierten die Judges den Südeuropäer auch etwas raus, wohingegen Luca Reger weiter in der Center-Position des zweiten Callouts blieb. Der Deutsche kämpft bei seinem dritten Olympia damit um den Einzug in die Top 10!
Nach den weiteren Callouts bekam Luca Reger im vorletzten Callout dann noch einmal den Vergleich mit Athleten des First Callout. Auch wenn die Judges ihn hier weiter nach außen stellten, konnte der Deutsche sich gut behaupten. Der Wechsel zum neuen Coach scheint damit voll gefruchtet zu haben.
Fünf Athleten im Final Callout der Classic Physique
Im Final Callout sollte sich dann die Geschichte des Vorjahres nicht ganz wiederholen. Wie schon 2025 riefen die Judegs in den Final Callout der Classic Physique Mike Sommerfeld, Ramon Dino und Terrence Ruffin auf. Ergänzt wurde dieser in diesem Jahr jedoch um den den Vorjahresfünften Niall Darwen sowie Arnolds-Sieger Wesley Vissers.

Während Ramon Dino zunächst in die Mitte gestellt wurde, platzierte man Niall Darwen und Mike Sommerfeld um den amtierenden Champ herum. Anschließend wurde jedoch der Deutsche in die Mitte rotiert, bevor man den Briten noch einmal in die Mitte holte. Wie schon im Vorjahr wollten die Judges sich damit nicht in die Karten schauen lassen.
Titelbild: Instagram



















