Samson Dauda, Derek Lunsford oder doch ein ganz neuer Olympia-Sieger? In wenigen Tagen wird klar sein, wie die Ergebnisse des Olympia 2026 aussehen. Bis dahin nutzen jedoch diverse Vertreter national wie international die Möglichkeit, über den Titelträger in diesem Jahr zu spekulieren. Während es auf der einen Seite klare Tendenzen gibt, hat auf der anderen Seite der eine oder andere durchaus einen völlig neuen Titelträger auf dem Zettel.
Die internationalen Tipps: Derek der große Favorit?
Wenn man außerhalb der deutschsprachigen Grenzen schaut, wie die Prognosen für den Mr. Olympia 2026 ausfallen, ist eine klare Tendenz zu erkennen. Der Großteil der bekannten Persönlichkeiten, die sich öffentlich über den Ausgang des Wettkampfes in Las Vegas äußerten, rechnet mit einem Sieg von Derek Lunsford. Flex Lewis, Iain Valliere, Dennis James oder Jose Raymond teilen allesamt diese Ansicht und unterscheiden sich nur bei den dahinterliegenden Plätzen.
Gleichzeitig traute sich im Vorfeld fast niemand, eine mögliche Sensation vorauszusagen. Lediglich Chris Cormier, der unter anderem auch im Olympia-TV-Format regelmäßig vor die Kamera tritt, spekulierte auf einen Sieg von Nick Walker. Die restlichen internationalen Stimmen setzten den Vorjahressechsten fast durchgehend außerhalb der Top 3. Der Anspruch des diesjährigen Zweiten der Arnold Classic in Ohio dürfte hingegen ein anderer sein.
Nachdem Nick Walker zwei Olympias aufgrund körperlicher Probleme bzw. Verletzungen verpasst hatte und im vergangenen Jahr sich selbst vermutlich am meisten enttäuscht hatte, präsentierte sich der 32-Jährige in den vergangenen Tagen selbstbewusst in den sozialen Medien. Nicht weniger als der Olympiasieg ist das erklärte Ziel von Nick Walker, wobei international mit einer Titelverteidigung des zweifachen Champs Derek Lunsford gerechnet wird.
National eine ähnliche Tendenz?
Struktur, Masse und Aura – das sind die Argumente, die David Hoffmann für seinen Titelfavoriten Samson Dauda in die Waagschale wirft. Der Brite will nach dem vierten Platz im Vorjahr nicht nur seine Fehler ausbessern, sondern insbesondere auch seinen Olympia-Titel zurückerlangen. Zumindest Ersteres scheint ihm bereits gelungen zu sein, wie Fans, die in Offenbach live vor Ort waren, vielfach bekräftigt haben. Entsprechend traut der frühere Classic-Physique-Profi dem Open Bodybuilder durchaus den Rückgewinn des Titels zu.
Stefan Kienzl spekulierte im Vorfeld dagegen auf den erneuten Sieg von Derek Lunsford und sah sich nach dessen Rücken-Update nur wenige Tage vor dem Wettkampf bestätigt. Gleichzeitig muss dazu auch gesagt werden, dass der Rücken schon immer die beste Pose des US-Amerikaners war. Die Arme wirken hingegen insbesondere in den Frontposen kaum definiert, sodass er die Konkurrenz nicht durch Härte ausstechen wird.
Martina Ollesch spekuliert daher ähnlich wie David Hoffmann auf einen Titelrückgewinn durch Samson Dauda, auch wenn sie einräumt, kein besonderes Faible für den derzeitigen Titelträger zu haben. Auch Heiko Kallbach legt sich nach den Eindrücken in Offenbach auf Samson Dauda fest und hofft, wie so manch anderer Bodybuildingfan, auf einen Zweikampf mit Andrew Jacked.
Urs Kalecinski erwartet erneuten Sieg von Derek Lunsford
Ähnlich wie sein Coach erwartet auch Urs Kalecinski eine Titelverteidigung von Derek Lunsford. Der Open Bodybuilder, der im vergangenen Jahr auf derselben Bühne wie der US-Amerikaner stand, gibt dabei eine interessante Begründung: Derek Lunsford ist demnach der Athlet mit den geringsten Schwächen in der Gesamtbetrachtung.
So könnte man zwar aus Sicht des IFBB-Pros argumentieren, dass der amtierende Olympia-Champ nicht der massivste sei und auch nicht der härteste Athlet auf der Bühne ist. Das Gesamtpaket würde jedoch stimmen. In jeder Pose würde der US-Amerikaner konkurrenzfähig sein und insgesamt einen Look bringen, der die restliche Konkurrenz letztlich doch auf die hinteren Plätze verdrängt.
Am Ende zählt bekanntermaßen jedoch nur, was auf der Bühne passiert. In der Nacht von Freitag auf Samstag, nach deutscher Zeit, werden die Open Bodybuilder erstmals zur Vorwahl antreten, bevor am Folgetag die finalen Entscheidungen verkündet werden. Wer das Event nicht verpassen will, kann in diesem Jahr erstmals den Livestream kostenlos abonnieren und den gesamten Wettkampf von zu Hause aus verfolgen.
Titelbild: Facebook


















