Nachdem am ersten Tag der Pittsburgh Pro 2026 bereits das Open Bodybuilding und die Men’s Physique zum Zuge kamen, stand der zweite Tag ganz im Zeichen der Classic Physique und einiger Frauenkategorien. Für die größte Überraschung sorgte jedoch ein IFBB Pro, der in besonderer Mission auf der Bühne stand. Der Spanier Josema Beast gab im Rahmen seines Gastposings auf der Pittsburgh Pro bekannt, in Zukunft von der Classic Physique ins Open Bodybuilding zu wechseln.
Josema Beast wechselt in die Open Division
Nachdem es vor Ort auf der Pittsburgh Pro bereits offiziell bekannt gegeben worden war, veröffentlichte Josema Beast schließlich auch auf seinem YouTube-Kanal das entsprechende Video. Nach seinem beeindruckenden vierten Platz beim letzten Mr. Olympia 2025 in der Classic Physique habe er sich dazu entschieden, diese Kategorie dauerhaft zu verlassen. Der IFBB Pro will künftig in der Open antreten.
Der Hauptgrund für diesen Schritt sei das restriktive Gewichtslimit der Classic Physique. Der Spanier beschreibt den Prozess, das Limit von etwa 103 kg für die Waage zu erreichen, als physische und psychische Qual, die seine Gesundheit und Lebensqualität stark beeinträchtigte.
Zusätzlich gaben private Gründe den Ausschlag: Im August erwartet Josema die Geburt seiner Tochter. Er betont, dass er diese Zeit bei seiner Familie verbringen möchte, anstatt sich nur drei Wochen vor dem Geburtstermin einer extremen Olympia-Vorbereitung mit Dehydrierung und minimalen Kalorien zu unterziehen. Josema plant, sich die nötige Zeit für den Aufbau zu nehmen, um 2027 in der neuen Klasse voll konkurrenzfähig zu sein.
Olympians machen Classic Physique auf Pittsburgh Pro 2026 unter sich aus
Da Josema Beast damit nicht mehr in der Classic Physique um den Olympia-Titel kämpfen wird, werden andere Athleten in diesem Jahr in Las Vegas nachrücken. Allen voran dürften Niall Darwen und Diego Galindo darin ihre Chance sehen. Die beiden IFBB Pros belegten im vergangenen Jahr Platz 5 und 6 beim Olympia. Auch auf der New York Pro am vergangenen Wochenende kämpften sie bereits um den Titel.

Auf der Pittsburgh Pro 2026 kam es zum erneuten Aufeinandertreffen, und bereits mit Beginn der Vorwahl war klar, dass der Sieg erneut zwischen diesen beiden Athleten ausgefochten wird. Insbesondere der Deutsche Luca Reger dürfte hingegen vom Wettkampfverlauf enttäuscht gewesen sein. Nachdem er in New York noch Platz 7 erreicht hatte, plante er, mit neuer Ladestrategie in Pittsburgh einen besseren Look auf die Bühne zu bringen. Es wurde auf ein „Dirty Loading“ mit Burgern verzichtet. Mit Hilfe von leicht verdaulichen Quellen sollte ein trockeneren Look auf die Bühne gebracht werden.

Zwar kam der Deutsche erneut in den First Callout, doch wieder stand er nur am Rand, sodass es am Ende nur ein knapper achter Platz wurde. Damit holte der Classic-Physique-Athlet auch auf der Pittsburgh Pro 2026 keine weiteren Punkte für das Olympia-Ranking und ist weiterhin nicht für dieses Jahr in Las Vegas qualifiziert. Den Sieg holte wie schon in New York Niall Darwen. – Update: Wenige Tage später kam es zur Trennung zwischen Luca Reger und seinem Coach.
Ergebnisse Classic Phyisque Pittsburgh Pro 2026
In der Übersicht ergibt sich damit folgendes Bild:

Erik Rabe wurde auf dem 16. Rang gelistet, war aber bereits nach der New York Pro erkrankt. In Pittsburgh stand er dann letztlich nicht mehr auf der Bühne.
Jeanne Kassel mit Fingerzeig in Richtung Olympia 2026
Deutlich besser verlief der Wettkampf hingegen für die deutsche Figure-Athletin Jeanne Kassel. Mit zuletzt drei Profi-Siegen war bereits klar, dass die Judges sie auf der Pittsburgh Pro 2026 nicht übersehen werden. Wie im Vorfeld zu erwarten war, sollte Natalia Soltero ihre stärkste Konkurrentin sein.

Die Mexikanerin holte in den vergangenen Jahren stets Top-Platzierungen beim Mr. Olympia. Die erfolgreichsten Saisons mit zwei Vize-Titeln 2020 und 2021 liegen inzwischen allerdings bereits ein paar Jahre zurück. Auf dem vergangenen Olympia wurde sie mit Platz 6 knapp vor Lena Ramsteiner gesetzt. Die Deutsche wendete wiederum kurz darauf auf der Mexico Pro das Blatt und holte sich dort die erneute Olympia-Quali.

In Pittsburgh sollte Natalia Soltero diesmal die deutsche Konkurrenz schlagen. Jeanne Kassel unterlag damit knapp. Vor dem Hintergrund dieser letzten beiden Wettkämpfe bewie sie aber, sich nicht nur auf einer kleinen Show qualifizieren zu können, sondern dass sie eine Kandidatin für den First Callout beim Olympia 2026 ist.
Ergebnisse Figure Pittsburgh Pro 2026
Vanessa Happle hatte zu kämpfen, kam aber auf einen guten dritten Rang.

In der Women’s Physique kam die Deutsche Julia Schrade auf den vierten von sechs Plätzen.
Titelbild: Instagram


















