Tim Budesheim erklärt, was in Tampa schieflief

Tim Budesheim wenige Tage vor der Tampa Pro 2026

Tim Budesheim wollte bei der Tampa Pro 2026 nicht nur eine neue Bestform präsentieren, sondern auch in die Top 5 vorstoßen, um einen direkten Vergleich mit Nick Walker zu bekommen. Am Ende kam es jedoch anders, als von ihm und seinem Coach erhofft. Die Judges riefen den Deutschen erst im zweiten Callout auf, und am Ende wurde es der zehnte Platz. Nach einer ersten Enttäuschung erklärte der Open-Bodybuilder wenige Stunden nach dem Wettkampf, was schiefgelaufen war.

Ohne Chance auf die Olympia-Qualifikation bei der Tampa Pro 2026

Nachdem im Vorfeld der Tampa Pro 2026 bereits hinlänglich bekannt gewesen war, dass Nick Walker antreten würde, um sich seine Olympia-Qualifikation zu sichern, waren die Chancen für die Konkurrenz eher gering. Der US-Amerikaner kündigte an, nicht nur die Qualifikation holen zu wollen, sondern auch seinen Status als Olympia-Anwärter zu verdeutlichen. Wenige Wochen vor dem Wettkampf in Las Vegas hielt Nick Walker Wort und überzeugte Fans und Judges gleichermaßen.

Selbiges galt jedoch nicht für den einzigen deutschen Open-Bodybuilder vor Ort. Tim Budesheim hatte im Juli bei der Mr. Big Evolution Pro in Portugal mit einer besonderen Strategie seinen Saisonstart hingelegt und dort lediglich den siebten Rang belegt. Bei seinem Start in den USA hatte sich der erfahrene IFBB Pro eine deutliche Verbesserung hinsichtlich seiner Form und Platzierung erhofft.

Am Ende kam es bekanntermaßen anders. Mit Platz zehn verlor der Deutsche nicht nur erneut einige Ränge, sondern erzielte bei seinem dritten Start in Tampa auch die bislang schlechteste Platzierung seiner Karriere.

Fehler beim Carb-Loading führte zur schlechtesten Karriereplatzierung

Während sich der IFBB Pro unmittelbar vor dem Wettkampf noch fokussiert und positiv präsentierte, war er direkt nach der Vorwahl nachvollziehbar enttäuscht. Das Ziel, die Top 5 zu erreichen, wurde klar verpasst. Zunächst wusste der Open-Bodybuilder auch nicht, was er hätte anders machen sollen. Die Atmung und die Bauchkontrolle seien verbessert gewesen, die Härte habe gepasst und die Form sei besser als in Portugal gewesen.

Nach dem Finale räumte Tim Budesheim schließlich ein, dass die Menge der Kohlenhydrate vermutlich noch zu hoch gewesen sei. So habe man die Kohlenhydratzufuhr in den letzten Tagen etwas erhöht, da der Körper zwischenzeitlich zu flach geworden sei. Die Strategie sei bis kurz vor dem Wettkampf auch aufgegangen, doch dann habe die Reaktion des Körpers umgeschlagen.

Obwohl der Bauch unter Kontrolle gewesen sei, habe sich schlichtweg der Taillenumfang vergrößert, was in diesem Augenblick nicht mehr zu kontrollieren gewesen sei. Der IFBB Pro vermutet, dass eine Fehlbesiedlung des Darms das Problem sein könnte, da er andere Faktoren stark unter Kontrolle halte. Zudem erlebe er auch in der Offseason bei größeren Mengen vermeintlich „sauberer“ Kohlenhydrate aus Reis oder Kartoffeln eine ähnliche Reaktion.

So geht es für Tim Budesheim weiter

Die Saison geht für Tim Budesheim nach diesem sportlichen Rückschlag bereits in wenigen Tagen weiter. In einer Woche bietet sich ihm in Atlanta die nächste Chance, sich den Judges zu präsentieren, die seine muskulären Verbesserungen generell gewürdigt hätten.

Damit die Form dort besser sein wird, soll die Kohlenhydratzufuhr im Vergleich zum Wettkampf in Tampa reduziert werden. Ob die Strategie aufgeht, wird sich bereits in wenigen Tagen zeigen.

Titelbild: Instagram

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