Pittsburgh Pro 2026: Michal Krizo gelingt die Revanche

Die Pittsburgh Pro setzte auch 2026 ihren Weg fort, das große Event der ersten Jahreshälfte zu werden. Nachdem man im Vorjahr erstmals das Open Bodybuilding als Kategorie anbot und eine eigene Expo startete, sollte in diesem Jahr alles etwas größer sein. Auch wenn die ganz großen Namen auf eine Teilnahme im Schwergewichtsbodybuilding verzichteten, boten die Manions auch in diesem Jahr einen kleinen Vorgeschmack auf mögliche Olympia-Duelle. Der klare Sieger des ersten Abends war dabei Michal Krizo, dem auf der Pittsburgh Pro 2026 die Revanche gelang.

Brandon Curry wollte in den Titelkampf eingreifen

Als die Pittsburgh Pro im vergangenen Jahr erstmals auch im Schwergewichtsbodybuilding einen Sieger suchte, kämpften an der Spitze der amtierende Arnold Classic Champ Derek Lunsford und Nick Walker gegeneinander. In einem engen Kampf siegte Derek Lunsford und sollte einige Monate später auch seinen Olympia-Titel zurückerobern. Ganz so spektakulär war der Kampf an der Spitze in diesem Jahr nicht.

Mit Michal Krizo, Tonio Burton und Rafael Brandao kündigte sich die Top 3 der erst kurz zuvor ausgetragenen New York Pro für den Wettkampf an. Diese sollten es in Pittsburgh mit einigen weiteren Olympians zu tun bekommen. Sowohl Sasan Heirati als auch Brandon Curry sind ebenfalls für den Mr. Olympia 2026 qualifiziert und wollten auf der Pittsburgh Pro um den Sieg, aber auch um den eigenen Stellenwert kämpfen.

Schließlich handelt es sich bei dem Wettkampf um die Veranstaltung des IFBB-Präsidenten Jim Manion, der diese zusammen mit seinem Enkel Tyler Manion veranstaltet. Letzterer ist wiederum Olympia-Kampfrichter und lenkt mit seinem Großvater zusammen die Geschäfte in der IFBB. In Pittsburgh auf der Bühne zu stehen, bedeutet somit auch immer, ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit zu erhalten, das es bei anderen Wettkämpfen nicht in dieser Form gäbe.

Michal Krizo gewinnt Pittsburgh Pro 2026

Doch weder der frühere Olympia-Champion Brandon Curry noch der FIBO-Pro-Sieger Sasan Heirati hatten an diesem Tag eine echte Chance auf den Sieg. Wie schon auf der New York Pro sollte es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Michal Krizo und Tonio Burton werden. Während Ersterer insbesondere mit der Muskelmasse punktet, überzeugte Letzterer zuletzt in New York insbesondere aufgrund seiner besseren Linie und des besseren Posings.

Pittsburgh Pro 2026 Men's Open Frontansicht
Top 6 Pittsburgh Pro 2026 Men’s Open Frontansicht – Bild: Instagram

An diesem hatte Michal Krizo wiederum gearbeitet. Der Slowake verlor in New York insbesondere in der bei ihm sowieso vergleichsweise schwächeren Rückenansicht. Diese stellte der zweifache Olympia-Teilnehmer an diesem Wochenende besser und schob sich damit an Tonio Burton vorbei.

Pittsburgh Pro 2026 Men's Open Rückenansicht
Top 6 Pittsburgh Pro 2026 Men’s Open Rückenansicht – Bild: Instagram

Wie die Scorecard zeigt, machten es sich die Judges jedoch wie schon in New York keinesfalls leicht. Mindestens zwei der wertenden Kampfrichter müssen Tonio Burton vorn gesehen haben, für den letztlich dennoch nur der zweite Platz blieb. Dahinter kämpfte sich Brandon Curry auf den dritten Rang, auch wenn der Abstand zu Sasan Heirati kleiner war als zur Top 2.

Scorecard Pittsburgh Pro 2026
Scorecard Pittsburgh Pro 2026 – Bild: IFBBPro.com

Ob diese Entwicklungen wiederum eine Aussage über den Mr. Olympia 2026 erlauben werden, bleibt abzuwarten. Tonio Burton knackte im vergangenen Jahr zwar die Top 10, musste sich in Las Vegas aber unter anderem Brandon Curry geschlagen geben. Auch wenn die Top-Platzierten der Pittsburgh Pro 2026 alle keine Kandidaten auf den Olympia-Sieg in der Open sind, dürften die Ergebnisse ein Fingerzeig in Richtung Kampf um die Top 5 in diesem Jahr gewesen sein.

Neuer Olympia-Herausforderer in der Men’s Physique

Anders sieht es dagegen in der Men’s Physique aus. Hier hatte die Pittsburgh Pro 2026 nicht nur mehrere Top-Olympians zu bieten, sondern mit Ali Bilal auch den vermeintlich größten Herausforderer auf den Olympia-Titel. Bereits zweimal holte der in Afghanistan geborene IFBB Pro den Vize-Titel und ging in den Wettkampf mit dem Anspruch, nicht schlagbar zu sein.

Pittsburgh Pro 2026 Men's Physique Top 3
Pittsburgh Pro 2026 Men’s Physique Top 3 mit Kyron Holden (rechts) – Bild: Instagram

Entsprechend unerwartet war der Verlauf eine Woche nach der New York Pro, die der Vize-Olympia-Sieger noch für sich entschieden hatte. Der siebenfache Olympia-Teilnehmer Kyron Holden meldete sich nämlich auf der Pittsburgh Pro so stark zurück wie vielleicht noch nie. Nachdem der Olympia-Dritte von 2019 und 2020 zuletzt auf der ganz großen Wettkampfbühne an Boden verloren hatte, war schon in der Vorwahl an diesem Wochenende klar, dass Ali Bilal nicht so einfach den nächsten Sieg nach Hause nehmen sollte.

Pittsburgh Pro 2026 Men's Physique Top 3 Rückenansicht
Pittsburgh Pro 2026 Men’s Physique Top 3 Rückenansicht

Am Ende war es dann sogar eindeutiger als in der Men’s Open. Der US-Amerikaner verdrängte Ali Bilal auf den zweiten Platz. Im Vorfeld kündigte Tyler Manion bereits an, dass der Men’s-Physique-Sieger der Pittsburgh Pro beim Olympia in jedem Fall im Fokus stehen würde. Vielleicht wird es damit Kyron Holden sein, der die aktuelle Siegesserie von Ryan Terry beenden wird.

Zum großen Paukenschlag in der Classic Physique sollte es hingegen erst am zweiten Wettkampftag kommen.

Titelbild: Instagram

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