Luca Reger konnte sich in seiner jungen Karriere gemeinsam mit seinem bisherigen Coach Roland Cziurlok bereits zweimal für den Mr. Olympia qualifizieren. Der Classic-Physique-Athlet präsentierte sich öffentlich stets selbstbewusst und mit einer Gewinnermentalität. Einige Fans warfen dem IFBB Pro daher zuletzt immer wieder vor, dass die Ergebnisse auf der Bühne dies nicht rechtfertigen würden. Nun erklärte Luca Reger, im Bodybuilding ein neues Kapitel aufzumachen und den Coach zu wechseln.
Unerwartete erste Olympia-Quali
In seiner zweiten Profi-Saison lange gelang Luca Reger auf der German Classic 2024 unerwartet die erste Olympia-Qualifikation. Das Ergebnis war zunächst in Fankreisen insbesondere aufgrund des chaotischen Ablaufs hoch umstritten. Der im Vorfeld aus deutscher Sicht favorisierte Alexander Westermeier fand sich lediglich im zweiten Callout wieder. Judges sollen sich gemäß damaligen Berichten vor Ort bei Athleten für den Ablauf entschuldigt haben.
Teilnehmer berichteten damals über die sozialen Medien, dass die Ergebnisse der Vorwahl allesamt verworfen worden seien und das Finale allein für die Ermittlung der Ergebnisse gewertet werde. Dieses verlief für Alexander Westermeier deutlich besser, doch letztlich nicht wie erhofft. Ein junger Nachwuchsathlet, mit dem zuvor kaum jemand gerechnet hatte, bewährte sich sowohl in Vorwahl als auch im Finale und sollte letztlich den Sieg davontragen.
Der Kritik des umstrittenen Sieges ließ Luca Reger Taten folgen. Einen Monat später startete er auf der Empro Classic und musste sich lediglich knapp dem Spanier Josema Beast geschlagen geben, der anschließend beim Olympia in die Top 6 der Classic Physique gelangen sollte. Entsprechend viele Hoffnungen ruhten auf den Schultern des deutschen Classic-Physique-Athleten, der sich jedoch bei seinem ersten Olympia mit dem geteilten 16. Platz zufriedengeben musste.
Kometenhafter Aufstieg kam zuletzt ins Stocken?
Im Folgejahr holte sich Luca Reger erneut vor deutschem Publikum die zweite Olympia-Quali und plante ursprünglich, mit deutlichen Verbesserungen bei seiner erneuten Olympia-Teilnahme anzutreten. Auch wenn er im numerischen Vergleich neben dem späteren Sieger Ramon Dino durchaus bestehen konnte, platzierten die Judges ihn erneut außerhalb der Top 15.
Dies änderte auf der einen Seite nichts an der persönlichen Haltung des IFBB Pros, bei einem Wettkampf immer gewinnen zu wollen, führte aber gleichzeitig dazu, dass die Kritik an ihm nicht weniger wurde. Luca Reger tat das einzig Richtige und wollte mit Leistung überzeugen. Anstatt die dritte Olympia-Quali auf vermeintlich leichten Wettkämpfen zu holen, konzentrierte er sich mit seinem Coach auf die New York Pro sowie die Pittsburgh Pro, bei denen die Teilnahme von Top-Olympians zu erwarten war.
Die Ergebnisse sind bekannt. Auch wenn der Deutsche bei beiden Wettkämpfen in den First Callout kam, verpasste er beide Male die Top 5 und damit mögliche Punkte für das Olympia-Qualifikationsranking. Jetzt zog der Classic-Physique-Athlet Konsequenzen.
Luca Reger trennt sich von Coach Roland Cziurlok
Roland Cziurlok war es, der Luca Reger als Coach auf seinem Weg ins Profibodybuilding begleitete. Auch wenn dem Vorbereiter immer wieder vorgeworfen wurde, dass er es nicht schaffen würde, den Classic-Physique-Athleten optimal auf die Bühne zu stellen, hielt das Team bis zuletzt zusammen. Nun entschied sich der IFBB Pro jedoch, neue Wege zu gehen.
Auf Instagram bedankte sich Luca Reger für die Zusammenarbeit und erklärte, dass sein früherer Coach ihn in den vergangenen Jahren als Mensch und Athleten geprägt habe. Mit wem er in Zukunft zusammenarbeitet, gab er hingegen noch nicht bekannt. Was sich dagegen ändern muss, wurde zumindest in der Bodybuilding-Öffentlichkeit zuletzt vielfach diskutiert.

Roman Fritz erklärte in seinem Podcast, dass Luca Reger noch knapp fünf Kilogramm Fett zu viel habe. Auch wenn der Gluteus gestreift sei, würde insbesondere am unteren Rücken noch zu viel nutzlose Masse hängen, die für das Ausfüllen des Gewichtslimits auch durch Muskeln ersetzt werden könnte. Aus deutscher Sicht ist dem Classic-Physique-Athleten zu wünschen, dass ihm genau das gelingt.
Update 25.05.2026: Wenige Tage später gab Luca Reger bekannt, zukünftig mit Neil Hill zusammenzuarbeiten. Dieser ist bereits der Coach von Mike Sommerfeld.
Titelbild: Instagram



















