Die New York Pro wird auch für das Jahr 2026 als einer der besser besetzten Wettkämpfe in die Geschichtsbücher eingehen. Auch wenn das Teilnehmerfeld im Open Bodybuilding nicht die Qualität einer Arnold Classic erreicht, schaffte es Steve Weinberger auch in diesem Jahr, mehrere Olympians im Schwergewicht anzulocken. Nachdem Nick Walker die vergangenen zwei Jahre den Titel gewonnen hatte, verzichtete er auf eine erneute Titelverteidigung auf der New York Pro 2026. Ein neuer Champion wurde damit gesucht.
Tonio Burton und Michal Krizo reisten mit Olympia-Quali an
Obwohl insgesamt sechs Starter im Open Bodybuilding bereits auf der Olympia-Bühne standen, galten insbesondere Tonio Burton und Michal Krizo im Vorfeld des Wettkampfes als mögliche Kandidaten für die Nachfolge von Nick Walker. Während Tonio Burton 2023 die New York Pro gewinnen konnte, landete Michal Krizo im vergangenen Jahr auf dem dritten Rang, womit er sich keinesfalls zufrieden zeigte.
Der Slowake verzichtete im vergangenen Jahr auf weitere Versuche, sich für den Olympia 2025 zu qualifizieren, und erklärte, insbesondere an seinem Posing verstärkt arbeiten zu wollen. Dieses mag weiterhin nicht perfekt sein, doch zumindest holte er sich ebenso wie Tonio Burton bereits zum Ende des vergangenen Jahres die Olympia-Quali für 2026.
Zwei Athleten, die am Duo beim Kampf um den Sieg vorbeiziehen wollten, waren Rafael Brandao und Blessing Awodibu. Letztgenannter konnte 2022 die New York Pro gewinnen und schlug sich in diesem Jahr durchaus achtbar. Ein Vorbeikommen an den beiden bereits qualifizierten Olympians war im Vorfeld jedoch bereits unwahrscheinlich. Gleiches galt für Rafael Brandao. Der Brasilianer trennte sich erst kürzlich von seinem langjährigen Coach Neil Hill. Doch dass er innerhalb kürzester Zeit das Massedefizit gegen die beiden Favoriten aufholen könnte, war ebenso nicht zu erwarten.
Enger Zweikampf um den Titel der New York Pro 2026
Und so verlief der Wettkampf letztlich, wie es von den Fans erwartet wurde, wobei ein klarer Sieger im Rahmen der Vorwahl keinesfalls herausstach. Während der frühere 212-Athlet Tonio Burton durch ein ästhetisches Gesamtpaket und eine überlegene Präsentation punktete, präsentierte Michal Krizo beeindruckende Muskelmasse und den „Freak-Faktor“, den viele Fans im Open Bodybuilding zu schätzen wissen. Doch neben der Mittelpartie war es insbesondere die Präsentation, die weiterhin den Eindruck schmälerte.

Dahinter machten Rafael Brandao, Blessing Awodibu und Daniel Goss den Kampf um die Plätze drei bis fünf unter sich aus. Erstgenannter konnte sich im Vergleich zur Arnold Classic 2026 zwar verbessern, hatte aber neben der geringeren Muskelmasse auch nicht die notwendige Härte, um der Top 2 gefährlich zu werden. Gleichzeitig reichte es gegen Blessing Awodibu, der auf der Bühne Probleme mit seiner Mittelpartie hatte.
Am Ende sollte es für Tonio Burton reichen. Der US-Amerikaner schlug den deutlich massiveren Michal Krizo um einen Punkt und kann damit als ein weiteres Beispiel dafür herangezogen werden, dass heutzutage Open-Athleten mit einer ästhetischen Linie Nachteile in der Muskelmasse ausgleichen können. Eine Woche später sollte es auf der Pittsburgh Pro 2026 hingegen wieder anders aussehen.
Ergebnisse New York Pro 2026
Nachdem am ersten Wettkampftag bereits der Großteil der Klassen entschieden wurden, folgten am zweiten Wettkampftag damit folgende Ergebnisse in der Open:

Titebild: Instagram


















