Die Detroit Pro ist nach der Arnold Classic 2026 der nächste wichtige Wettkampf im Bodybuilding-Kalender. Neben dem Open Bodybuilding wird auch in diesem Jahr die Classic Physique angeboten. Während Wesley Vissers wie angekündigt im zweiten Anlauf den Sieg holen will, wird ein anderer Athlet nicht dabei sein. Mike Sommerfeld verpasste die Anmeldefrist zur Detroit Pro 2026 um wenige Stunden.
Nick Walker verzichtet auf einfaches Olympia-Ticket
Nick Walker ist der einzige Athlet der diesjährigen Arnold-Classic-Top-5, der bislang noch keine Olympia-Qualifikation hat. Entsprechend wurde der IFBB-Pro im Vorfeld des Wettkampfes gefragt, wie wahrscheinlich seine Teilnahme bei der diesjährigen Detroit Pro wäre. Ohne sein Abschneiden in Ohio zu kennen, erklärte der Schwergewichtsprofi ohne große Umschweife, auf keinen Fall eine Woche nach der Arnold erneut auf der Bühne stehen zu wollen. An dieser Aussage hielt der Open Bodybuilder fest.
Von der diesjährigen Arnold Classic werden lediglich Mohamed Foda (Platz 7) und Anthony Williams (Platz 10) auch in Detroit an den Start gehen und treffen dort auf keine spektakuläre Konkurrenz. Die größten Namen sind noch Patrick Moore und Blessing Awodibu, die beide bereits beim Olympia auf der Bühne standen, zuletzt aber keine Chance auf eine erneute Qualifikation hatten. Gut möglich, dass die Detroit Pro 2026 das richtige Timing darstellt.
Wesley Vissers will Revanche
In der Classic Physique tritt hingegen der aktuelle Arnold-Classic-Champ an, der ein besonderes Verhältnis zur Detroit Pro hat. Im vergangenen Jahr schnitt Wesley Vissers aufgrund einer Lebensmittelvergiftung enttäuschend in Ohio ab. Obwohl der Niederländer im Anschluss entschieden hatte, auf eine Olympia-Teilnahme zu verzichten, um seine Schwachstellen zu verbessern, ging er bei der Detroit Pro nochmals auf die Bühne.
Dort musste er sich Matthew Greggo geschlagen geben, der bei der Arnold Classic 2025 noch Dritter wurde und beim Olympia 2025 die Top 10 knacken konnte. Ein Jahr später kann Wesley Vissers nicht nur auf zwei Erfolge in Ohio zurückblicken, sondern wird auch erneut in Detroit antreten. Dieses Mal erwartet den Niederländer keine allzu starke Konkurrenz – was jedoch auch anders hätte ausgehen können.
Mike Sommerfeld verpasste Anmeldezeit für Detroit Pro 2026
Für Mike Sommerfeld begann die Wettkampfsaison 2026 keinesfalls wie geplant. Der Vize-Olympia wollte eigentlich bei der Arnold Classic erneut mit 212 Pfund antreten. Diskussionen darüber, dass es eigentlich zu keiner Neuvermessung von Olympia-Athleten kommen würde, schien der Deutsche konsequent ignoriert zu haben und wurde somit in Ohio mit sechs bis sieben Pfund zu viel eingewogen. Offiziell nahm der Classic-Physique-Athlet alle Schuld auf sich, wobei die Freiwilligkeit dieses Statements von einigen Beobachtern angezweifelt wurde.
Doch nur wenige Tage später legte der IFBB-Pro mit einer weiteren kuriosen Wendung nach. Nachdem die Teilnehmerliste zur Detroit Pro 2026 veröffentlicht worden war, fragten einige Fans gezielt nach Mike Sommerfeld. Dieser antwortete auf einen der zahlreichen Kommentare, dass er die Anmeldung um zwei Stunden verpasst habe. Er sei in einem Flugzeug ohne WLAN gewesen und habe daher keine Gelegenheit gehabt. Einige Stunden später gab der Veranstalter des Wettkampfs jedoch weitere Details bekannt, die einen etwas anderen Verlauf beschreiben.
Bereits einen Tag zuvor habe der Deutsche sein Interesse an einer Teilnahme angekündigt, jedoch zunächst Rücksprache mit seinem Coach halten wollen. Der IFBB-Pro sei daher zu seinem Vorbereiter geflogen, und als dieser dem Athleten zugesprochen habe, habe er versucht, sich anzumelden. Als er daraufhin Fouad Abiad anrief und fragte, was „Eastern Standard Time“ sei, antwortete der Veranstalter, dass diese Frist bereits zwei beziehungsweise drei Stunden verstrichen sei. Der Classic-Physique-Athlet verpasste damit die Anmeldung zum Wettkampf, weil er und sein Coach nicht auf die Anmeldefrist geachtet hatten.
Titelbild: Instagram


















