Martin Fitzwater galt im Vorfeld der Arnold Classic 2026 als einer der Kandidaten auf den Titelgewinn. Nachdem der US-Amerikaner im vergangenen Jahr Samson Dauda auf der Prag Pro geschlagen hatte, wollte er in Ohio seinen ersten großen Titel gewinnen. Doch am Ende verpasste Martin Fitzwater nicht nur die Top 3, sondern zeigte auch ein unsportliches Verhalten gegenüber Nick Walker.
Martin Fitzwater ist über sein eigenes Abschneiden enttäuscht
Dass ein Wettkampfathlet immer gewinnen will, wird eine Charaktereigenschaft sein, die viele Vertreter teilen. Martin Fitzwater zählt in jedem Fall zu diesem Kreis. Der US-Amerikaner gilt als sehr kompetitiv und wird zur Arnold Classic 2026 auch mit einem gewissen Selbstvertrauen angereist sein. Nachdem ihm beim Mr. Olympia 2025 noch ein Vergleich mit der Top 4 verwehrt blieb, konnte der Texaner kurz darauf den früheren Olympia-Champ Samson Dauda auf der Prag Pro 2025 schlagen.
Martin Fitzwater präsentierte sich in Tschechien in absoluter Topform und verdeutlichte, warum er als ein möglicher Olympia-Champ der kommenden Jahre gehandelt wird. Der 29-Jährige verbindet Muskelfülle mit ästhetischen Proportionen, die in dieser Form nur selten im Profi-Bodybuilding erreicht werden. Entsprechend groß werden die eigenen Erwartungen des IFBB Pros an das Abschneiden in Ohio gewesen sein, die letztlich enttäuscht wurden.
Da sich die Konkurrenz keine großen Fehler erlaubte und Martin Fitzwater gleichzeitig aufgrund einer kleinen Verletzung Probleme im Rahmen der Vorwahl bekam, konnte der Open-Bodybuilder den eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden. Platz 4 aus der Vorwahl wurde im Finale lediglich bestätigt, was für anschließende Frustration sorgte. Martin Fitzwater erklärte über die sozialen Medien, dass man ihm nicht zu einer Niederlage gratulieren solle. Die Vorbereitung sei bislang die härteste seiner Karriere gewesen und das Ergebnis gleichzeitig so enttäuschend wie vielleicht noch keines zuvor.
Martin Fitzwater geht Nick Walker verbal und körperlich an
Doch während das Abschneiden bei der Arnold Classic 2026 vermutlich schnell in der Öffentlichkeit kein weiteres Thema gewesen wäre, brachte sich der IFBB Pro durch eine andere Sache in den Fokus. Beim Verkünden seiner Platzierung ging der Open-Bodybuilder, wie nicht unüblich, die Reihen seiner Konkurrenten ab und gratulierte zum Wettkampfverlauf. Einzig Nick Walker ließ Martin Fitzwater dabei bewusst aus und ging am späteren Zweitplatzierten demonstrativ vorbei.
Als dieses Ergebnis wiederum verkündet wurde, applaudierte Martin Fitzwater euphorisch auf der Bühne. Seine Freude galt jedoch nicht etwa dem Sieg von Andrew Jacked, sondern der Niederlage von Nick Walker. Hinzu kommt, dass es zu einer Schubserei und Beleidigungen hinter der Bühne durch den Texaner gekommen sein soll.
Im Anschluss an den Wettkampf ließ Martin Fitzwater keinen Zweifel daran, wie sein Verhalten zu verstehen ist. In verschiedenen Kommentaren erklärte er, dass er Nick Walker geradezu hasse und diesem den Sieg nicht gönne. Was genau der Grund für dieses stark emotional aufgeladene Verhalten ist, bleibt unklar.
Muss Martin Fitzwater Konsequenzen befürchten?
Die Frage, die sich einige Fans stellen, ist nun, ob das Verhalten von Martin Fitzwater ernsthafte Konsequenzen für seine Karriere haben könnte. Fest steht, dass zumindest seine bisherigen Sponsoren das Verhalten nicht billigen und auf die Ereignisse des vergangenen Wochenendes reagieren. Doch droht auch von Seiten der IFBB eine Sanktion?
Bislang wären dies reine Spekulationen, doch es gab zumindest vor einigen Jahren einen ähnlichen Fall. Beim Mr. Olympia 2023 verlor Hadi Choopan seinen Titel an Derek Lunsford. Der Iraner verweigerte damals das Abschlussfoto und verließ fluchtartig die Bühne. Brandon Curry wollte den früheren Olympia-Champ noch aufhalten, doch dieser ließ sich nicht stoppen.
Das Verhalten soll bei den IFBB-Verantwortlichen damals für große Unruhe gesorgt haben. Gleichzeitig kam es nie zu öffentlichen Reaktionen oder gar Sanktionen. Ganz im Gegenteil: Ein Jahr später gewann Hadi Choopan die Arnold Classic in Ohio sowie die Arnold Classic UK. Wie es hingegen für Martin Fitzwater weitergeht, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen.
Titelbild: Instagram


















