Nachdem Wesley Vissers auf der Arnold Classic 2026 seinen Titel zurückerlangen konnte, legte er an diesem Wochenende bei der Detroit Pro nach. Der Classic-Physique-Athlet stellte sich einem Feld von 14 Konkurrenten, wobei Mike Sommerfeld erneut nicht auf der Bühne war. Auch das Open Bodybuilding entschied ein Teilnehmer aus Ohio für sich, wobei der „King of Detroit“ am Ende Wesley Vissers sein sollte.
Mike Sommerfeld verpasst Chance zur Wiedergutmachung
Hätte Wesley Vissers die Arnold Classic 2026 auch dann gewinnen können, wenn Mike Sommerfeld das Gewichtslimit eingehalten und angetreten wäre? Wenn es nach der Ansicht der meisten Fans geht, hätte der Deutsche seinen Titel auch mit einem Gewichtslimit von 204 Pfund verteidigen können. Erfahren wird man es letztlich nie.
Doch eine Woche später hätte Mike Sommerfeld eigentlich die Chance gehabt, eine kleine Wiedergutmachung zu erreichen. Wesley Vissers hatte schon unmittelbar nach seinem Sieg in Ohio bestätigt, eine Woche später auch bei der Detroit Pro 2026 antreten zu wollen, sodass beide IFBB-Pros hier hätten aufeinandertreffen können.
Doch Mike Sommerfeld haderte offenbar zu lange. Nachdem er sich erst das „Go“ von seinem Coach persönlich abgeholt hatte, verpasste er die Anmeldefrist um zwei bis drei Stunden. Obwohl es eine Nachfrage von Seiten des Veranstalters gab, erlaubt die IFBB keine Ausnahme. Olympia-Headjudge Steve Weinberger äußerte sich vielmehr unverständlich über das Verhalten des Olympia-Zweiten und erklärte, dass man den Eindruck habe, Mike Sommerfeld wolle eigentlich gar nicht starten.
Wesley Vissers dominiert die Classic Physique…
So sollte es auf dem Papier ein leichter Sieg für Wesley Vissers werden, was sich am Wettkampftag auch bestätigte. Der auf der Arnold Classic noch auf Platz 6 gelandete Iraner Ethan Gohari war bei der Detroit Pro 2026 noch der größte Herausforderer für den Niederländer, konnte ihm jedoch ebenso wie das restliche Teilnehmerfeld zu keinem Zeitpunkt gefährlich werden.

Wesley Vissers reist damit zur Arnold Classic UK in zwei Wochen mit zwei Siegen an und wird dort voraussichtlich wieder auf Mike Sommerfeld treffen. In Anbetracht der Entwicklungen der vergangenen Tage dürfte es spannend werden, welchen Athletentyp die Judges in Birmingham präferieren werden. Die „Dutch Oak“ hat in jedem Fall allen Grund, mit einer großen Portion Selbstvertrauen anzureisen.
…und schlägt auch den Open-Sieger bei der Detroit Pro 2026
Im Open Bodybuilding war das Teilnehmerfeld – ähnlich wie in der Classic Physique – wenig spektakulär. Keiner der Top-6-Athleten der vergangenen Arnold Classic trat eine Woche später erneut an. Insbesondere für Nick Walker hätte dies einen vermeintlich leichten Sieg bedeutet, den er für die Teilnahme am Olympia 2026 noch benötigt. Doch der Zweitplatzierte der diesjährigen Arnolds gab zuletzt sogar bekannt, die New York Pro auszulassen und zunächst eine kleine Wettkampfpause machen zu wollen.

Da auch Rafael Brandao keinen Versuch startete, seine Olympia-Qualifikation zu holen, war der Weg für Mohamed Foda frei. Dieser kam in Ohio noch auf Platz 7 und nahm zuletzt 2024 am Olympia teil, wo er auf dem vorletzten Platz gelandet war. Bei der Detroit Pro 2026 war jedoch kein Vorbeikommen an dem in Ägypten geborenen Athleten. Für Blessing Awodibu blieb – nicht zuletzt aufgrund einer erkennbaren Knieverletzung – nur der zweite Platz.

Der König der Detroit Pro 2026 sollte jedoch am Ende erneut Wesley Vissers bleiben. Zum Abschluss des Wettkampfes traten beide Klassensieger noch einmal in einem Stechen gegeneinander an. Ähnlich wie beim Olympia in den 1970er-Jahren, als es ein Schwer- und ein Leichtgewicht gab, die im Gesamtsiegerstechen gegeneinander antraten, kämpften der Classic-Physique-Athlet und der Open-Bodybuilder an diesem Wochenende abschließend um den finalen Sieg. Und wie schon in den 1970ern war es kein Selbstläufer für den schwereren Athleten. Wesley Vissers setzte sich in Detroit auch gegen Mohamed Foda durch, was dem Niederländer noch mehr Rückenwind geben dürfte.
Titelbild: Instagram


















