Noch vor wenigen Wochen war James Hollingshead kein Name, den man auf dem Zettel hatte, wenn es um den Sieg bei der Atlanta Pro 2026 ging. Der Brite konnte sich zuletzt 2022 für den Olympia qualifizieren und war im Vorjahr mehrfach im Mittelfeld gelandet. Doch mit zuletzt drei zweiten Plätzen meldete sich der zweifache Olympia-Teilnehmer beeindruckend zurück. Bei der Atlanta Pro 2026 sollte er es jedoch überraschend mit Regan Grimes zu tun bekommen.
Regan Grimes zog Saisonstart vor
Mit der Atlanta Pro 2026 wurden noch drei Tickets im Open Bodybuilding vergeben und ursprünglich wollte Regan Grimes seinen Hut erst bei der Texas Pro in den Ring werfen. Doch wenige Tage vor der Atlanta Pro wurde bereits bekannt, dass der Kanadier den Saisonstart vorziehen und bereits eine Woche zuvor einen Versuch wagen würde.
Der Kanadier ist einer der wenigen Athleten, die bereits in zwei Klassen beim Olympia auf der Bühne standen. Nachdem er ursprünglich im Open Bodybuilding antrat, wechselte er 2018 in die Classic Physique und schlug unter anderem David Hoffmann bei der New York Pro. Ein Jahr später folgte jedoch erneut der Klassenwechsel und seitdem ist der 33-Jährige immer mal wieder für einen Profi-Sieg gut.
Gleichzeitig ist seine Karriere durchaus auch von Unstetigkeiten geprägt. In den Jahren 2022 und 2024 zog er sich aus dem Olympia-Geschehen zurück, um offiziell die notwendigen Fortschritte zu machen. Gleichzeitig bestimmten verschiedene Coach-Wechsel seinen sportlichen Weg, der ihn beim Olympia 2025 auf Platz 14 und damit direkt hinter Urs Kalecinski führte.
Tim Budesheim plante, leichter als in Tampa auf die Bühne zu gehen
Aus Deutschland war, wie im Vorfeld bekannt, Tim Budesheim der einzige Starter im Open Bodybuilding. Der IFBB Pro hatte bei der Tampa Pro 2026 die bislang schlechteste Platzierung seiner sportlichen Karriere hinnehmen müssen, was ihn entsprechend unzufrieden machte. Auch die Form war beim ersten Wettkampf in den USA in diesem Jahr nicht wie geplant.
So erklärte der Schwergewichtsprofi, dass man für den Wettkampf schlichtweg zu viele Kohlenhydrate geladen habe, was sich als falsche Strategie herausgestellt habe. In Kombination mit Verdauungsproblemen, mit denen er derzeit zu kämpfen habe, habe dies zu einer breiten Taille auf der Bühne geführt, was die Judges abstraften.
Beim zweiten USA-Wettkampf in dieser Wettkampfsaison wollte der Deutsche daher deutlich leichter auf die Bühne gehen und entsprechend weniger Kohlenhydrate laden. Die Strategie ging jedoch offenbar nur begrenzt auf. Auf der Bühne wirkte die Mittelpartie in bewegten Bildern weiterhin zu dominant. Auch wenn frühere Schwächen wie der Rücken in dieser Saison erkennbar verbessert sind, schmälerten die Bauchprobleme letztlich erneut den Gesamteindruck auf der Bühne.
James Hollingshead holt im vierten Anlauf die Olympia-Quali
Damit wurde es erneut kein erster Callout für den Deutschen, während James Hollingshead wie erwartet mit Regan Grimes um den Titel kämpfte. Damit kam es wie schon in China zum Zweikampf zwischen Härte und Ästhetik, der in Asien noch zugunsten von Behrouz Tabani ausging. In Atlanta bekam James Hollingshead mit seiner in dieser Saison bereits mehrfach präsentierten Härte den Vorzug.
Für Regan Grimes blieb damit wie schon bei der Mexico Pro 2025, bei der er kurz nach dem Olympia antrat, nur der zweite Platz. Gleichzeitig geht der Kanadier damit bei der Texas Pro als Favorit ins Rennen, bevor in Österreich schließlich im August noch das letzte Olympia-Ticket für 2026 vergeben wird.
Ergebnisse Atlana Pro 2026
Für Tim Budesheim wurde es der neunte Platz, was erneut nicht den Ansprüchen gerecht worden sein dürfte.

Patrick Moore wiederum war schlanker als die Top 3, hätte dort aber aufgrund der besseren Linie auch gegen Joseph Palacios getauscht werden können.
Titelbild: YouTube


















