Nachdem die letzten Monate sportlich für Urs Kalecinski nicht ganz wie geplant verlaufen waren, geht der IFBB Pro nun endgültig in die strukturierte Offseason. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der gesundheitlichen Probleme in diesem Jahr geht er die kommende Phase jedoch erneut nicht mit der Brechstange an. An seiner Seite bleibt zudem sein langjähriger Coach Stefan Kienzl.
Abbruch der Wettkampfvorbereitung im März
Die Qualifikationsphase für den Mr. Olympia 2026 geht in die letzte Phase. Ursprünglich hätten deutsche Fans Urs Kalecinski in den vergangenen Wochen bereits mehrfach auf der Bühne gesehen. Doch der Schwergewichtsbodybuilder hatte zu Beginn des Jahres mit einem Infekt zu kämpfen, der die ursprünglichen Pläne über den Haufen warf.
Kurz nach Diätbeginn im Februar musste der IFBB Pro sein Training nicht nur über zwei Wochen hinweg pausieren, sondern bekam zudem ärztlich verordnete Antibiotika, die das körperliche Gleichgewicht weiter ins Wanken brachten. Gemeinsam mit seinem Coach entschied der Ende-20-Jährige daher, aus der Not eine Tugend zu machen. Anstatt die geplante Wettkampfsaison mit unnötigem Druck fortzuführen, sollte zunächst die vollständige Genesung im Fokus stehen.
Urs Kalecinski nutzte diese Zeit nicht nur, um geschäftliche Aufgaben abzuarbeiten, für die insbesondere während einer Wettkampfvorbereitung oftmals die Zeit fehlt, sondern auch, um neue Techniken im Training auszuprobieren. Dabei ließ er sich unter anderem vom Natural-Bodybuilder Daniel Kubik beraten. Dies änderte jedoch nichts an der weiterbestehenden Zusammenarbeit mit seinem Coach und Vertrauten Stefan Kienzl. Gemeinsam startete das Team Mitte Juni in die Offseason.
Urs Kalecinski erklärt seinen Offseason-Ernährungsplan
Nachdem Urs Kalecinski während der Ruhephase teilweise nur zwei Mahlzeiten am Tag zu sich genommen hatte, war der strukturierte Einstieg in die Offseason-Ernährung einer der wichtigsten Punkte der vergangenen Tage. Anders, als es manche Bodybuilding-Fans vermuten könnten, muss nicht jeder Schwergewichtsbodybuilder Unmengen an Kalorien zu sich nehmen.
Wie der Olympia-Teilnehmer erklärt, stieg man zu Beginn der Aufbauphase bewusst mit 3.900 bis 4.000 kcal ein. Aus seiner Sicht würden viele Schwergewichtsbodybuilder den Fehler begehen, auf Krampf Nahrung zuzuführen. Dies führe letztlich dazu, dass die Mittelpartie leide.
Er selbst arbeitet zunächst mit knapp 300 Gramm Protein, 50 Gramm Fett und 560 Gramm Kohlenhydraten pro Tag, die er auf fünf Mahlzeiten aufteilt. Hintergrund hierfür ist insbesondere sein nach wie vor stressiger Alltag. Auch wenn sein Coach Stefan Kienzl eine höhere Mahlzeitenfrequenz bevorzuge, habe man sich aktuell für diesen Weg entschieden, um keinen unnötigen Stress aufkommen zu lassen.
Buchweizen statt Haferflocken
Bei den Kohlenhydratquellen setzt der IFBB Pro auf eine auf den ersten Blick ungewöhnliche Alternative. Statt großer Mengen Haferflocken nimmt Buchweizen einen wichtigen Teil im Ernährungsplan ein. Hintergrund ist, dass er ab etwa 80 Gramm Haferflocken Verdauungsprobleme bekomme und daher eine Alternative benötige.
Buchweizen ist im deutschen Bodybuilding nicht so stark verbreitet. Insbesondere in osteuropäischen Ländern wird das Pseudogetreide jedoch bereits häufig genutzt. Es ist glutenfrei und gilt bei vielen Menschen als gut bekömmlich. Rund um das Training gibt es hingegen Reisflocken, die schnell verdaubar sind.
Bei den Proteinquellen greift Urs Kalecinski hingegen gern auf Proteinpulver und Hähnchenfleisch zurück. Beides sind Eiweißquellen, die er gut verträgt und die daher seit Jahren wichtige Säulen seiner Ernährung bilden. Am Abend gibt es eine Portion Lachs. Der IFBB Pro konzentriert sich somit größtenteils auf klassische, cleane Lebensmittel, deren Menge im Laufe der Offseason nach derzeitigem Plan nach und nach erhöht werden soll.
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