Die Tsunami Pro 2026 in Frankreich stellt den Anfang einer Reihe an Wettkämpfen in Europa dar, die eine Qualifikationsmöglichkeit für den Mr. Olympia 2026 bieten werden. Nachdem sich die deutschen Open Bodybuilder zuletzt zurückgehalten hatten, traten in Frankreich nun gleich mehrere Athleten an. Mit dabei war unter anderem Roman Fritz. Dieser entschied sich wenige Tage vor dem Wettkampf dazu, spontan die Wettkampfsaison früher zu beginnen.
Roman Fritz warf Wettkampfpläne über den Haufen
Roman Fritz ist neben Urs Kalecinski weiterhin einer der letzten Open Bodybuilder aus Deutschland, die sich für den Mr. Olympia qualifizieren konnten. Nachdem der IFBB Pro zunächst erst in der zweiten Jahreshälfte in Österreich seine Wettkampfsaison beginnen wollte, verwarf er vor wenigen Tagen seine Pläne.
Wer den Open Bodybuilder auf Social Media verfolgt, wird bereits mitbekommen haben, dass dieser sich wiederholt in guter Form in Posingvideos präsentierte. Gut eine Woche vor der Tsunami Pro 2026 in Frankreich gab Roman Fritz dann überraschend bekannt, bereits Anfang Juni wieder auf die Bühne zu gehen. Doch nachdem die vergangenen Wettkämpfe zum Teil eher dünn besetzt waren, sollte die Konkurrenz im deutschen Nachbarland anders aussehen.
Neben Sasan Heirati, der bereits zwei Wettkämpfe in dieser Qualifikationsphase gewinnen konnte, nahm auch William Bonac wie im Vorfeld angekündigt in Frankreich teil. Aus Deutschland traten zudem Mohammad Nsour, Nicolas Bernhardt sowie der inzwischen in Österreich lebende Danny Lillge an. Für die beiden Letztgenannten sollte es das Profi-Debüt werden, was unterschiedlich gut ausfiel.
Wer war der beste deutsche Open Bodybuilder in Frankreich?
Auch wenn viele deutsche Fans es sich verständlicherweise wünschen, wird es für Roman Fritz nicht einfach, sich ein zweites Mal für den Olympia zu qualifizieren. Der 38-Jährige erklärte selbst einmal vor einigen Monaten, dass es so etwas wie den Perfect Storm benötigen würde, damit er am Ende seinen zweiten Profisieg erlangen könnte. Diesen sollte es an diesem Wochenende nicht geben.
Obwohl die Anreise zum Wettkampf weniger weit war als zu vielen anderen Terminen, zeigte sich der IFBB Pro im Vorfeld auf seinem YouTube-Kanal unzufrieden und ein wenig von den Umständen gestresst. Zudem begleitete ihn im Vorfeld des Wettkampfes das Gefühl, nicht das derzeit beste Paket abrufen zu können, wobei der frühere Olympia-Teilnehmer durchaus auch dafür bekannt ist, sich nicht einfach so zufriedenzugeben.

Dennoch war Roman Fritz auch an diesem Wochenende wieder einmal ganz vorne mit dabei, wenn es darum ging, wer der beste Deutsche auf der Bühne ist. Während der erste Callout gänzlich ohne deutsche Beteiligung stattfand, wurden Roman Fritz, Mohammad Nsour und Nicolas Bernhardt allesamt im zweiten Callout aufgerufen.
William Bonac gewinnt Tsunami Pro 2026 in Frankreich
Den Titel machten an diesem Tag aber ganz klar Sasan Heirati und William Bonac unter sich aus. Beide standen nicht nur im ersten Vergleich in der Mitte, sondern wurden von den Judges auch beim Vergleich um die Plätze 3 bis 8 nicht auf die Bühne gerufen.

Mohammad Nsour und Roman Fritz konnten beide hier zwar um ihre Platzierung kämpfen, wurden allerdings nicht in die Mitte gezogen. Eine echte Vorentscheidung nach dem Aufruf im zweiten Callout fand somit nicht statt.
Den Sieg sollte sich am Ende William Bonac holen. Der Bodybuildingveteran nahm an seinem 52. Profi-Wettkampf teil und qualifiziert sich damit erneut für den Mr. Olympia.
Ergebnisse Tsunami Pro 2026
Aus deutscher Sicht endete der Wettkampf ohne Top-5-Platzierung im Open Bodybuilding:
- William Bonac
- Sasan Heirati
- Roberte Buonomo
- Daniel Goss
- Marc Hector
Roman Fritz sollte am Ende dennoch der beste Deutsche an diesem Abend bleiben. Während er in der Vorwahl noch hinter Luca Pola gesetzt wurde, konnte der 38-Jährige sich im Finale nochmal nach vorne kämpfen und landete letztlich auf Platz 6.

In der Classic konnte Reiner Stimmler, der im Vorjahr sein Olympia-Debüt gab, die Top 3 knacken, muss jedoch ebenso weiterhin um die erneute Olympia-Quali kämpfen.
Titelbild: Instagram
















