Das rät früherer Olympia-Teilnehmer Tim Budesheim wegen Bauchproblematik

Das rät Olympia-Teilnehmer Tim Budesheim wegen Bauchproblematik

Chris Ziller ist nicht nur seit Jahren ein etablierter Wettkampfcoach in der deutschen Bodybuildingszene, sondern selbst auch erfolgreicher IFBB Pro. Während sein größter sportlicher Erfolg die Olympiateilnahme 2023 in der Classic Physique war, sammelte der Studiobesitzer im Anschluss auch im Open Bodybuilding Profi-Erfahrungen. Nach seiner Meinung gefragt, erklärte Chris Ziller, was er Tim Budesheim bei seiner Bauchproblematik raten würde.

Tim Budesheim sollte sich an Nick Walker orientieren

Der erste Ratschlag betrifft zunächst die Bühnenpräsentation. Wie schon andere Vertreter der Szene merkte auch Chris Ziller an, dass man als Außenstehender den Eindruck bekommen könnte, dass Tim Budesheim phasenweise der Spaß auf der Bühne fehlen würde. Der Open Bodybuilder würde oftmals verbissen wirken und Posen zeigen, die ihm letztlich nicht stehen würden.

Als Beispiel zieht er dabei Nick Walker heran. Auch dieser hat eine ausgeprägte Mittelpartie, die er im Rahmen des Wettkampfes aber gut kaschiert. So würde der US-Amerikaner inzwischen nicht nur seinen Bauch auf der Bühne gut kontrollieren, sondern beim freien Posing auch darauf verzichten, Posen zu zeigen, bei denen er die Arme über dem Kopf hat. Stattdessen konzentriere sich der frühere Arnolds-Sieger auf seine Stärken.

Auch Tim Budesheim sei im positiven Sinne ein Freak im Open Bodybuilding, müsse diese Karte aber stärker spielen. Dabei dürfe er sich aber nicht auf die Argumentation zurückziehen, dass die Muskelmasse ihn daran hindern würde, den Bauch anders zu präsentieren. Athleten aus der Vergangenheit wie Luke Sandoe und Roelly Winklaar hätten bewiesen, dass man die Bauchprobleme in den Griff bekommen kann. Und auch Samson Dauda als einer der derzeit massivsten Open Bodybuilder würde eine Vakuum ziehen können.

So könnte Tim Budesheim sein Bauchproblem unter Kontrolle bekommen

Die Bauchkontrolle wird auch im Open Bodybuilding ein immer wichtigerer Punkt, wie zuletzt auch von Kampfrichterseite immer mal wieder betont wurde. Die Lösung für Tim Budesheim läge daher nicht darin, seiner Schwachstelle am Rücken mit noch mehr Muskelmasse zu begegnen. Dies birgt die Gefahr, dass die derzeitige Schwachstelle nur noch schlechter wird. Stattdessen sollte der IFBB Pro leichter antreten. Auch wenn dies insbesondere Open Bodybuildern schwerfallen würde, würde aus Sicht von Chris Ziller fast jeder erfolgreiche Athlet über die Jahre Gefahr laufen, dass es ab einem gewissen Punkt zu viel werden würde.

Olympiasieger wie Ronnie Coleman oder Phil Heath, die über die Jahre ebenfalls Probleme mit der Mittelpartie bekamen, seien gute Beispiele dafür. Entsprechend würde der frühere Olympia-Teilnehmer Tim Budesheim dazu raten, nicht nur etwas weniger Gewicht auf die Waage zu bringen, sondern im Training auch auf freie Übungen, bei denen der Core stabilisiert werden muss, zu verzichten. Wenn es ihm so gelänge, die Mittelpartie schmaler zu bekommen, würde auch die Rückenansicht hiervon profitieren.

Zudem vermutet Chris Ziller, dass viszerales Fett ein Problem sein könnte. Dieses sammelt sich zwischen den Organen im Rumpfbereich an und ist keine weiche Masse unter der Haut. Gegen diese Hypothese spricht allerdings der generell geringe Körperfettanteil von Tim Budesheim, da viszerales Fett nicht schwerer als Unterhautfett abgebaut wird.

Auf Stärken konzentrieren und Schwächen kaschieren

Unterm Strich bleibt es bei Ratschlägen, die auch schon durch andere Vertreter in der Szene gegeben wurden. Neben der Fokussierung auf die eigenen Stärken auf der Bühne sind sich die meisten Beobachter einig, dass es Tim Budesheim nicht an Muskelmasse fehlt. Der Rücken wird zu keiner ausgeprägten Stärke mehr, was jedoch nicht bedeutet, dass diese Schwachstelle nicht besser kaschiert werden könnte.

Dass der Open Bodybuilder sich dieser Probleme selbst bewusst ist, steht außer Frage. Er selbst vermutet Probleme im Verdauungstrakt als Hauptproblem, welche im Rahmen einer Erholungsphase nach dieser Wettkampfsaison angegangen werden sollen. In diesem Zusammenhang besteht zumindest die Möglichkeit, einen etwas leichteren Look auszuprobieren, bevor man die Weichen für die kommende Offseason stellt.

Titelbild: Instagram

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