Luca Reger zählt derzeit zu den besten deutschen Classic-Physique-Athleten. Der Mitte-20-Jährige konnte sich bereits zweimal für den Mr. Olympia qualifizieren und will in dieser Saison das Triple vollmachen. Dennoch hat die derzeitige Klasse aufgrund des Gewichtslimits einige Limitationen. Entsprechend diskutierte Luca Reger zuletzt seine eigenen Chancen bei einem Wechsel in die Open.
Bisherige Ziele in der Classic nicht erreicht?
Wer Bodybuilding als Wettkampfsport betreibt, setzt sich Ziele. Insbesondere als Profi-Bodybuilder wird man schnell an diesen gemessen. Entsprechend geriet Luca Reger in der Vergangenheit immer wieder in die Kritik einiger Fans, da er öffentlich stets zu seinem Gewinner-Mindset stand.
Wenn der Deutsche zu einem Wettkampf fährt, will er diesen gewinnen – egal, ob es sich dabei um einen Olympia-Qualifier oder den wichtigsten Wettkampf im Bodybuilding handelt. Bei Letzterem reichte es bei den bisherigen zwei Teilnahmen jedoch nur für den geteilten 16. Platz. Auch wenn der Titel beim Olympia keinesfalls realistisch war, verpasste der hoch veranlagte Athlet damit beide Male durchaus seine eigenen Ziele.
Gleichzeitig nahm Luca Reger dies zuletzt immer wieder als Ansporn, daraus zu lernen und zu versuchen, noch besser auf die Wettkampfbühne zurückzukehren. Nachdem die erneute Olympia-Qualifikation bislang noch nicht gelungen ist, wird der Classic-Physique-Athlet ab Mai erneut angreifen. Sollte es bei der New York Pro oder der Pittsburgh Pro nicht mit einem Sieg klappen, sind bereits weitere Termine in Europa ins Auge gefasst.
Ist ein Wechsel ins Open-Bodybuilding für Luca Reger realistisch?
Eine große Herausforderung der Classic Physique ist bekanntermaßen das Gewichtslimit. Kaum ein Athlet auf Spitzenniveau hat hier wirklich Spielraum. Auch wenn der eine oder andere immer mal wieder betont, beim Einwiegen unter dem Limit gewesen zu sein, handelt es sich dabei meist um Schwankungen im Wasserhaushalt, die auch durchaus mal schlecht getimt sein können oder sich auf den letztlichen Look auf der Bühne auswirken.
Entsprechend schwirrt auch im Kopf von Luca Reger ein möglicher Wechsel ins Open-Bodybuilding. Urs Kalecinski bewies bereits im vergangenen Jahr, dass eine gute Linie durchaus das ein oder andere noch fehlende Kilo an Muskelmasse ausgleichen kann. Auch Luca Reger traut sich generell zu, in der offenen Klasse bestehen zu können, auch wenn er dafür ebenfalls schwerer antreten müsste.
Um tatsächlich beim Olympia im Schwergewicht bestehen zu können, schätzt der Classic-Physique-Athlet, hierfür noch knapp 15 Kilogramm Muskelmasse zu benötigen. Neben der Frage, ob sein Körper hierzu überhaupt in der Lage wäre, hat der IFBB-Pro auch großen Respekt vor der allgemeinen Belastung für den Organismus bei einem solchen Körpergewicht. Letztlich will der Mitte-20-Jährige einen möglichen Wechsel nicht ausschließen, derzeit liegt der Fokus aber weiterhin auf der dritten Olympia-Qualifikation in Folge.
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