Die Mr. Big Evolution Pro 2026 in Portugal stellt eine der letzten Möglichkeiten dar, sich auf europäischem Boden für den Mr. Olympia 2026 zu qualifizieren. Während mehr als 20 deutsche Athleten in den unterschiedlichsten Klassen an den Start gehen werden, warten viele Fans insbesondere auf den Saisonstart von Tim Budesheim. Anders als üblich verfolgt der IFBB Pro mit seinem Coach für das kommende Wochenende jedoch eine ungewöhnliche Strategie: Tim Budesheim plant, beim Portugal-Wettkampf ohne Peak Week zu starten.
Spontaner Saisonstart in Portugal
Ursprünglich hatte Tim Budesheim den kommenden Wettkampf in Portugal nicht fest eingeplant. Nachdem die Diät zuletzt jedoch einen vielversprechenden Verlauf genommen hatte, entschieden er und sein Coach Manuel Bauer beim persönlichen Formcheck, den Wettkampf in Südeuropa als eine Art lockeren Saisonstart anzugehen.
Der erfahrene IFBB Pro erklärte, sich in der Regel von Wettkampf zu Wettkampf zu verbessern. Die Teilnahme an der Mr. Big Evolution Pro 2026 soll daher die Grundlage für die darauffolgende USA-Reise bieten. Neben einem Start in Chicago will Tim Budesheim auch bei der Tampa Pro sowie der Texas Pro antreten. Dort könnte er unter anderem auf Nick Walker treffen, der sich bislang noch nicht für den Mr. Olympia 2026 qualifiziert hat.
Gleiches gilt jedoch auch für Behrooz Tabani und Jordan Hutchinson, die im Vorjahr noch in Las Vegas an den Start gegangen waren. Beide Athleten finden sich ebenfalls auf der Starterliste für den Wettkampf in Portugal.
Wie stehen die Chancen von Tim Budesheim bei der Mr. Big Evolution Pro 2026?
Der Verlauf eines Wettkampfs wird nicht selten durch das Teilnehmerfeld bestimmt. Namhafte Athleten haben bessere Chancen, die Aufmerksamkeit der Kampfrichter auf sich zu ziehen. Gleiches gilt für Teilnehmer, denen in der Wettkampfsaison bereits ein Sieg gelungen ist. Wie stark das Feld bei der Mr. Big Evolution Pro 2026 sein wird, ist derzeit hingegen noch schwer vorherzusagen.
Behrooz Tabani durfte im vergangenen Jahr erstmals in die USA einreisen, um am Olympia teilzunehmen, und verpasste die Top 10 nur knapp. Die Visaprobleme blieben jedoch auch im Jahr 2026 eine Herausforderung für den Iraner. Bereits in Spanien und Italien hätte der IFBB Pro teilnehmen wollen, erhielt bis zuletzt jedoch kein Visum. Ob die Einreise nach Portugal möglich sein wird, steht wenige Tage vor dem Wettkampf ebenfalls noch nicht abschließend fest.
Sollte er erneut den Wettkampf verpassen, wäre Jordan Hutchinson der Athlet, den es zu schlagen gilt. Dieser konnte bei seinem Olympia-Debüt im vergangenen Jahr den zwölften Platz erreichen und war mit großen Erwartungen zur Italy Pro am vergangenen Wochenende gereist. Dort musste er sich jedoch mit Platz drei begnügen. Das macht deutlich, dass der US-Amerikaner keinesfalls unschlagbar ist. Sollte Behrooz Tabani daher nicht an den Start gehen können, dürfte nicht nur Tim Budesheim auf eine mögliche Olympia-Qualifikation schielen.
Keine Peak Week: Tim Budesheim nutzt neue Strategie
Dennoch verbeißt sich der IFBB Pro offenbar nicht unnötig in diese Chance. Im Vorfeld des Wettkampfs wurden die Kohlenhydrate nochmals etwas reduziert, um den letzten Feinschliff zu erzielen. Gleichzeitig erklärte der Open-Bodybuilder jedoch auch, bereits deutlich radikalere Maßnahmen vor einem Saisonstart unternommen zu haben.
Eine Woche vor der Mr. Big Evolution Pro 2026 will Tim Budesheim auf die im Wettkampfbodybuilding übliche Peak Week verzichten. Gemeinsam mit seinem Coach Manuel Bauer wurde entschieden, bereits zu Beginn der Woche eine Art Frontload durchzuführen. Das heißt: Die Kohlenhydrate werden zu Wochenbeginn erhöht, anschließend wird von Tag zu Tag neu entschieden. Das klassische Laden unmittelbar vor dem Wettkampf ist jedoch nicht geplant.
Entsprechend zurückhaltend äußerte sich der Open-Bodybuilder auch über mögliche Ergebnisse in Portugal. Während die Verbesserung der eigenen Schwachstellen für jeden Athleten ein Ziel ist, beschreibt er ein mögliches Vordringen in die Top 5 als einen guten Saisonstart.
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