Die deutschen Profis beim Mr. Olympia 2026

Auch wenn der derzeit wohl beliebteste deutsche Profi-Bodybuilder Urs Kalecinski nicht am Mr. Olympia 2026 teilnehmen wird, werden auch in diesem Jahr in Las Vegas einige Athletinnen und Athleten an den Start gehen. Während bei den Männern Mike Sommerfeld Chancen auf den ersten deutschen Olympia-Titel hat, gibt es bei den Frauen einige Starterinnen, die sich Chancen auf den First Callout ausrechnen dürfen.

Mike Sommerfeld will im dritten Anlauf den Olympia-Titel

Alle guten Dinge sind drei. Auch wenn dieses Sprichwort etwas alt daherkommt, dürfte Mike Sommerfeld nichts dagegen haben, wenn es sich in diesem Jahr in Las Vegas bewahrheiten sollte. Der deutsche Classic-Physique-Athlet konnte 2024 überraschend den Vizetitel beim Mr. Olympia holen und dabei den Dauersieger Chris Bumstead so stark gefährden wie kaum ein anderer Athlet zuvor.

Entsprechend groß waren die Erwartungen im vergangenen Jahr, doch obwohl er im Frühjahr noch die Arnold Classic 2025 gewinnen konnte, sollte es beim Olympia erneut nicht für den Titelgewinn reichen. Insbesondere die Diskussionen um das erlaubte Gewichtslimit sowie das Nachvermessen der Athleten trugen dazu bei, dass die Vorbereitung auf den Wettkampf in Las Vegas für Mike Sommerfeld nicht optimal verlief.

In diesem Jahr wird diese Diskussion nicht erneut aufkommen. Die IFBB entschied sich nach den Vorfällen vor der Arnold Classic 2026 dazu, doch einen Athletenpass einzuführen und Athleten nicht bei jedem Olympia neu zu vermessen. Mike Sommerfeld und sein Coach Neil Hill wissen somit, mit welchem Gewichtslimit sie zu planen haben. Deutsche Fans dürfen dem IFBB Pro die Daumen drücken, dass es nach zwei Vizetiteln der erste Olympia-Sieg für einen Deutschen werden wird.

Luca Reger als zweiter Deutscher in der Classic Physique

Der zweite deutsche männliche Starter wird Luca Reger sein. Dieser tritt nicht nur ebenfalls in der Classic Physique an, sondern hat seit diesem Jahr auch denselben Coach wie Mike Sommerfeld. Viele Jahre arbeitete Luca Reger mit Roland Cziurlok zusammen, der selbst ein erfahrener Profi-Bodybuilder war. Doch nachdem die Ergebnisse bei der New York Pro sowie der Pittsburgh Pro nicht wie erhofft ausfielen, beendeten die beiden die Zusammenarbeit.

Sowohl Athlet als auch früherer Coach betonen dabei, dass man sich im Guten getrennt habe und weiterhin in regelmäßigem Kontakt stehe. Die sportliche Planung übernahm nun jedoch Neil Hill, mit dem Luca Reger die erforderlichen zwei Saisonsiege davontrug, um für den Olympia 2026 qualifiziert zu sein.

Luca Reger will beim Olympia 2026 mit neuem Coach angreifen
Luca Reger will beim Olympia 2026 mit neuem Coach angreifen – Bild: Instagram

Der gerade einmal Mitte 20-jährige IFBB Pro wird damit zum dritten Mal zum Olympia fahren. Nachdem es zweimal nur für den geteilten 16. Platz gereicht hatte, wird es das Ziel in diesem Jahr sein, sich weiter nach vorne zu arbeiten.

Acht Athletinnen in der Figure-Klasse

Auch im Jahr 2026 wird Deutschland beim Mr. Olympia in großer Zahl von weiblichen Athleten vertreten sein. Während diese sich im Vorjahr jedoch noch auf drei Klassen verteilt hatten, sind es in diesem Jahr acht qualifizierte Athletinnen in der Figure. Bereits jetzt ist allerdings klar, dass Katja Nowack nicht das geplante Olympia-Debüt geben kann. Die von Heiko Kallbach vorbereitete Athletin gab bereits im Juni bekannt, aufgrund gesundheitlicher Probleme pausieren zu müssen.

Lena Ramsteiner auf der Texas Pro 2026
Lena Ramsteiner auf der Texas Pro 2026 – Bild: Instagram

Die restlichen sieben Figure-Athletinnen werden nach derzeitigem Stand hingegen dabei sein, wobei der Blick insbesondere auf Lena Ramsteiner und Denise Zwinger-Tynek gerichtet sein dürfte. Lena Ramsteiner reagierte bereits auf die Ankündigungen der IFBB, zukünftig die Figure-Klasse anders werten zu wollen. Mit neuem Look überzeugte sie die Judges bei der Texas Pro 2026 und bekam das Feedback, genauso auch beim Olympia anzutreten. Sollte es dort der First Callout werden, dürfte sie auf mindestens eine weitere Deutsche treffen.

Denise Zwinger-Tynek will beim Olympia 2026 die Top 3 knacken
Denise Zwinger-Tynek will beim Olympia 2026 die Top 3 knacken – Bild: Instagram

Denise Zwinger-Tynek gelang bei ihrem Olympia-Debüt im letzten Jahr fast der Sprung in die Top 3, der in diesem Jahr das sportliche Ziel sein dürfte. Aber auch die restlichen Damen werden auf Platzierungen hoffen. Während Nadine Huber, Dorethane Agathina und Jennifer Zienert nicht zum ersten Mal nach Las Vegas reisen, wird es für Jeanne Kassel und Vanesse Happle das Olympia-Debüt werden.

Titelbild: Instagram

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