Die Austrian Oak 2026 sollte die letzte Möglichkeit sein, sich im Open Bodybuilding für den Mr. Olympia 2026 zu qualifizieren. Neben dem Schwergewicht bot der Wettkampf in Österreich zudem noch drei weitere Klassen, in denen deutsche Athletinnen und Athleten zum Teil um den Sieg kämpften. Insgesamt war es damit ein spannender Abend, den deutsche Bodybuildingfans im Nachbarland beobachten durften, bei dem es aus deutscher Sicht positive und negative Überraschungen gab.
Deshalb startete Tim Budesheim nicht in Österreich
Tim Budesheim ist der derzeit wohl meistdiskutierte Profi-Bodybuilder aus Deutschland. Obwohl der Schwergewichtsprofi seinen Rücken erkennbar verbessern konnte und auf der Bühne mit gewohnter Härte und Muskelmasse überzeugte, wurde er bei seinen drei Wettkämpfen in den USA stets ins Mittelfeld gewertet.
Der Hauptgrund hierfür waren Bauchprobleme, die den IFBB Pro in dieser Saison verstärkt begleiten und für hitzige Diskussionen sorgten. Während andere Profi-Bodybuilder dazu rieten, auf der Bühne bewusst die eigenen Stärken auszuspielen und in Zukunft etwas leichter auf die Bühne zu gehen, schlugen die Judges sogar ein Ende der Saison vor. Das war aber nicht der Grund dafür, dass Tim Budesheim auf eine Teilnahme in Österreich verzichtete.
So erklärte der Open Bodybuilder, dass er im Vorfeld nicht wusste, wie sein Körper auf die schnell hintereinander stattfindenden Shows sowie die anschließende Rückreise mit dem Flugzeug reagieren würde. Rückblickend habe er bereits vier Tage vor der Austrian Oak 2026 seine Wettkampfform erreicht, doch eine Anmeldung war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich. Fest steht jedoch, dass der IFBB Pro seine Saison auf jeden Fall nicht beendet hat. So wird Tim Budesheim in jedem Fall in Offenbach auf der Bühne stehen und liebäugelt derzeit noch mit einem Start in Italien Anfang September.
Fabian Farid Spingys überzeugt beim Open-Debüt
Obwohl Tim Budesheim eine Pause zwischen den Wettkämpfen einlegte, bekamen die deutschen Fans einige Athleten im Open Bodybuilding geboten, die mit unterschiedlichen Erwartungen in den Wettkampf gingen. Fabian Farid Spingys trat in der vergangenen Saison noch in der Classic an und machte damals schon deutlich, dass ihn das Gewichtslimit einschränken würde. Der frühere Naturalbodybuilder baut seit seinem Wechsel in die IFBB deutlich mehr Masse auf und gab in Österreich nun bereits sein Debüt im Open Bodybuilding. Gemeinsam mit Justin Musiol gelangte er dabei in den First Callout.
Letztgenannter hatte zu Beginn der Wettkampfsaison die Olympia-Quali als klares Ziel ausgegeben, das inzwischen vermutlich längst verschoben ist. Auch wenn der 27-Jährige sich im Vergleich zur Vorsaison verbesserte und zuletzt auch der beste deutsche Athlet auf der Bühne war, reichte es letztlich nicht für die ganz vorderen Plätze. Auch in Österreich kam er zwar in den First Callout, verpasste jedoch ebenso wie Fabian Farid Spingys den Final Callout.
Deutlich ernüchternder war der Wettkampfabend für Emir Omeragic. Nachdem er in dieser Saison bislang noch nicht in die Top 3 gelangt war, verlief der Wettkampf in Österreich wohl schlechter als jeder seiner vorherigen Auftritte. Gemeinsam mit Maik Ciesla und Matthias Hollweck riefen die Judges den deutschen IFBB Pro erst im dritten Callout zum Vergleich.
Regan Grimes gewinnt Austrian Oak 2026
Der Sieg wurde in Österreich im Open Bodybuilding letztlich somit ohne deutsche Beteiligung ausgefochten. Während John Jewett und Regan Grimes bereits in den USA an den Start gegangen waren, nahmen Joan Pradells Martinez und Damian Kuffel erstmals in diesem Jahr an einem Wettkampf teil. Insbesondere der Pole war im Vorfeld viel diskutiert worden.

Nachdem er beim Romania Muscle Fest Pro 2025 noch auf dem dritten Platz hinter Joan Pradells und Andrew Jacked platziert worden war, nutzte er beim Bigman Weekend 2025 die Abwesenheit der beiden genannten Athleten und holte sich seine erste Olympia-Quali. Die Frage war an diesem Abend, ob er Regan Grimes einen Strich durch die Rechnung machen würde. Der Kanadier wollte eigentlich spätestens bei der Atlanta Pro seine Olympia-Quali holen, musste sich dort aber noch dem Briten James Hollingshead geschlagen geben. Anschließend gab es bei der Texas Pro eine Niederlage gegen Patrick Moore.
In Österreich wendete sich schließlich das Blatt. Regan Grimes gewinnt die letzte Möglichkeit, sich im Schwergewicht für den Olympia 2026 zu qualifizieren. Justin Musiol wird auf Platz 5 bester Deutscher.
Ergebnisse Austrian Oak 2026
Die Top 5 sah damit folgendermaßen aus:
- Regan Grimes
- Damian Kuffel
- Joan Pradells Martinez
- John Jewett
- Justin Musiol
Die Scorecards werden nachgereicht.
Titelbild: Instagram



















