Der Wechsel von der Classic Physique ins Open Bodybuilding ist ein Schritt, den in den vergangenen Jahren bereits einige prominente Athleten unternommen hatten. Regan Grimes, Urs Kalecinski oder Josema Manuel Munoz sind nur einige Namen, die sich beim Olympia in der Classic Physique behaupten konnten und inzwischen in der Open ihre Karriere fortführen. Mit dem US-Amerikaner Matt Greggo gibt es nun den nächsten Top-10-Olympian, der das Gewichtslimit hinter sich lässt und in Zukunft im Open Bodybuilding angreifen will.
Open Bodybuilding inzwischen die einzige Männerklasse ohne Gewichtslimit
Seitdem die IFBB auch in der Men’s Physique darauf reagiert hatte, dass das Leistungsniveau der Athleten über die Jahre kontinuierlich anstieg, und ein Gewichtslimit einführte, ist das Open Bodybuilding längst die einzige Männerklasse, in der Athleten nicht den Kampf gegen die Waage gewinnen müssen, bevor sie auf die Bühne gehen. In der Classic Physique gab es bereits mit Einführung der Kategorie im Jahr 2016 ein Gewichtslimit, das über die Jahre jedoch zweimal nach oben gesetzt wurde.
Für den US-Amerikaner Matt Greggo, der offiziell 182 cm groß sein soll, bedeutet das, dass das Gewichtslimit für einen Athleten wie ihn von ursprünglich 217 Pfund (98,43 kg) auf 222 Pfund (101 kg) und schließlich 227 Pfund (103 kg) angehoben wurde.
Der US-Amerikaner selbst machte seine ersten Profi-Wettkämpfe in der Men’s Physique und wechselte 2023 wenige Monate vor Bekanntgabe der zweiten Erhöhung in die Classic, in der er zweimal beim Olympia die Top 10 knacken konnte. Ein drittes Mal wird es nun zumindest in der Classic Physique nicht geben.
Matt Greggo wechselt ins Open Bodybuilding
Sechs Jahre ist es her, dass Matt Greggo die Pro Card gewann, und erst gut drei Jahre, dass der US-Amerikaner seinen ersten Profi-Wettkampf gewann. Mit dem Vordringen in die Top 10 beim Olympia 2024 und dem anschließenden dritten Platz auf der Arnold Classic 2025 hinter Mike Sommerfeld und Logan Franklin wurden die Erwartungen einiger Fans beflügelt, denen der US-Amerikaner jedoch nie ganz gerecht werden konnte.
Obwohl er nach den Arnolds auf der Detroit Pro 2025 noch Wesley Vissers schlagen konnte und sich beim anschließenden Olympia erneut in der Top 10 platzieren konnte, ging die Karriere danach nicht wie erhofft weiter nach oben. Trotz diverser Ausfälle beim Olympia 2026 wurde der 30-Jährige dort nur auf den geteilten 16. Platz gesetzt und zog nun Konsequenzen für seine weitere Karriere.
Road to 300 beginnt
Der IFBB Pro erklärte, mit sofortiger Wirkung ins Open Bodybuilding zu wechseln. Der ständige Kampf gegen das Gewichtslimit sei zuletzt nicht nur ein mentaler Kampf gewesen, sondern habe in den Tagen vor dem Wettkampf auch zu drastischen Formverlusten geführt. Mit dem Verpassen der Top 10 habe er nun selbst den richtigen Zeitpunkt gesehen, dieses Kapitel seiner Wettkampfkarriere hinter sich zu lassen und erstmals seit Jahren wieder eine echte Offseason zu machen.
Das Ziel sei es nun, schrittweise Masse aufzubauen. In der Vergangenheit nutzte der US-Amerikaner selbst scherzhaft den Ausdruck „Road to 300“. Nun wird daraus doch unerwartet Realität. Wann der bisherige Classic-Physique-Profi sein Open-Debüt geben wird, ist derzeit noch nicht klar.
Titelbild: Instagram



















