Flex Pro 2026: Luca Reger holt Olympia-Qualifikation in Italien

Ergebnisse Flex Pro 2026 Italien

Die Flex Pro 2026 in Italien war nach der Empro Pro am Wochenende zuvor der nächste Wettkampf in Südeuropa. Aus deutscher Sicht waren insbesondere die Classic Physique und das Open Bodybuilding von Interesse. Während Luca Reger in der erstgenannten Kategorie als großer Favorit ins Rennen ging und den zweiten Saisonsieg für die Olympia-Qualifikation holen wollte, stellten sich Justin Musiol und Roman Fritz im Open Bodybuilding erneut der internationalen Konkurrenz.

Justin Musiol reflektiert verunglückten Saisonstart

Im Vorfeld der diesjährigen Wettkampfsaison hatte Justin Musiol sich viel vorgenommen. Der deutsche IFBB Pro wollte in seiner zweiten echten Profi-Saison mit neuem Coach in neue Sphären vordringen. Nicht weniger als ein Sieg ist in diesem Jahr das erklärte Ziel des Endzwanzigjährigen. Damit würde er zu den deutschen Konkurrenten Roman Fritz und Urs Kalecinski aufschließen, die weiterhin die einzigen beiden deutschen Open Pros sind, denen dies in den vergangenen Jahren gelang.

Doch der Saisonstart bei der Empro Classic in Spanien verlief keinesfalls wie geplant. Die Farbe war nicht optimal und der Open Bodybuilder schwitzte erkennbar auf der Bühne. Am Ende reichte es mit Platz neun zwar noch für das Finale, doch das Ergebnis entsprach keinesfalls den Erwartungen. In Italien sollte daher die Strategie angepasst werden.

Im Gegensatz zum Wettkampf in Spanien peilte er gemeinsam mit seinem Coach einen härteren Look für die Flex Pro in Italien an. Um das Schwitzen auf der Bühne zu reduzieren, hatte er im Vorfeld seines zweiten Wettkampfs noch einmal spezielle Routinen geübt. Dank der Ventilatoren auf der Bühne sollte es in Italien zudem erträglicher werden. Dennoch gestand Justin Musiol auch ein, dass die Qualität im Open Bodybuilding weiter zugenommen hat und selbst frühere Olympia-Teilnehmer nicht ohne Weiteres erneut die Qualifikation erlangen würden.

Luca Reger holt Olympia-Qualifikation in der Classic Physique

Das gleiche Schicksal teilen jedoch auch Athleten in der Classic Physique. Nachdem die Starterzahlen in den vergangenen Jahren immer weiter angestiegen waren, reagierte die IFBB und veränderte das Qualifikationssystem für den Olympia 2026. Wer beim Olympia in der Classic Physique teilnehmen möchte, muss entweder einen von wenigen prestigeträchtigen Wettkämpfen gewinnen oder zwei Profi-Siege davontragen, sofern man sich nicht auf ein Punkte-Ranking verlassen will.

Classic Physique Flex Pro Italien 2026
Classic Physique Flex Pro Italien 2026 – Bild: Instagram

Im letztgenannten Ranking hatte Luca Reger zuletzt nur wenige Zähler. Nachdem er weder in New York noch in Pittsburgh punkten konnte, trennte sich der Deutsche von seinem langjährigen Coach. Gemeinsam mit Neil Hill, der auch Mike Sommerfeld betreut, holte er schließlich bei der Empro 2026 den ersten von zwei notwendigen Siegen.

Classic Physique Flex Pro Italien 2026 Rückenansicht
Classic Physique Flex Pro Italien 2026 Rückenansicht – Bild: Instagram

Eine Woche später legte er bei der Flex Pro 2026 nach. Bereits bei der Bekanntgabe des Line-ups war klar, dass Luca Reger als großer Favorit ins Rennen gehen würde. Dieser Rolle wurde der Deutsche am Ende in jeder Hinsicht gerecht und kann nun seinen dritten Olympia-Auftritt planen.

Edward Kargbo gewinnt Flex Pro 2026 in Italien

Im Open Bodybuilding verlief es für die Deutschen hingegen weniger erfolgreich. Weder Roman Fritz noch Justin Musiol wurden in den ersten Call-out gerufen. Anders sah es hingegen beim US-Amerikaner Jordan Hutchinson aus. Dieser durfte im vergangenen Jahr erstmals beim Olympia antreten und fuhr selbstbewusst zu seinem ersten Wettkampf in dieser Saison. Nicht weniger als der Sieg war das Ziel, doch wie bereits von Justin Musiol prophezeit, ist dies auch bei europäischen Wettkämpfen längst kein Selbstläufer mehr.

Open Bodybuilding Flex Pro Italien 2026
Open Bodybuilding Flex Pro Italien 2026 – Bild: Instagram

Der US-Amerikaner wurde mit William Bonac, Edward Kargbo und Daniel Goss verglichen, die bereits eine Woche zuvor in Spanien im ersten Call-out vertreten waren. Die Judges fokussierten sich jedoch insbesondere auf William Bonac und Edward Kargbo, der sich an diesem Wochenende als der bessere Athlet präsentierte. Auch wenn der Open Bodybuilder zum Teil erst sehr spät in die Posen ging, gab es für William Bonac dieses Mal kein Vorbeikommen.

Open Bodybuilding Flex Pro Italien 2026 Rückenansicht
Open Bodybuilding Flex Pro Italien 2026 Rückenansicht – Bild: Instagram

Nachdem im Final Call-out bereits Jordan Hutchinson gegen William Bonac in die Mitte rotiert wurde, hatte man eine Vorahnung, wie die Judges entscheiden würden. Diese bewahrheitete sich letztlich auch. Edward Kargbo gewann verdient die Flex Pro 2026 in Italien und darf damit erstmals zum Mr. Olympia.

Ergebnisse der Flex Pro 2026

Für Justin Musiol reichte es letztlich noch für den fünften Rang, der jedoch ebenfalls nicht den selbst gesteckten Zielen entsprechen wird:

  1. Edward Kargbo
  2. William Bonac
  3. Jordan Hutchinson
  4. Daniel Goss
  5. Justin Musiol

Die vollständigen Scorecards werden nachgereicht.

Titelbild: Instagram

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