Die Mr. Big Evolution Pro 2026 sollte mit über 20 deutschen Startern qualitativ und quantitativ erneut dicht besetzt sein. Neben Luca Reger in der Classic Physique, der nach der erfolgreichen Olympia-Quali einen weiteren Wettkampf mit dem neuen Coach mitnehmen wollte, stellte das Event in Portugal auch den Saisonstart für Tim Budesheim dar. In Abwesenheit von Behrooz Tabani, der erneut kein Visum erhielt, war der Wettkampf in der Open-Klasse im Vorfeld so offen wie selten zuvor.
Luca Reger verpasst dritten Sieg in Folge
Der diesjährige Wettkampf in Portugal bot ein spektakuläres Wettkampfwochenende. Während am Sonntag die Profis in zehn Kategorien gegeneinander antraten, wurde am Vortag der Mr. Olympia Amateur Portugal ausgetragen, bei dem es insgesamt 30 Pro Cards zu gewinnen gab. Zwei davon konnten sich die deutschen Fit-Model-Athletinnen sichern.
Am zweiten Wettkampftag waren dann die Profis gefordert. Luca Reger konnte sich nach Siegen in Spanien und Italien bereits zum dritten Mal für den Mr. Olympia qualifizieren. Dennoch startete der Classic-Physique-Athlet auch bei der Mr. Big Evolution Pro 2026. Gemeinsam mit seinem neuen Coach Neil Hill sollte der Wettkampf insbesondere dazu dienen, mit Blick auf den Olympia nochmals Daten zu sammeln.
Der Wettkampf in Portugal war dafür fraglos eine weitere gute Gelegenheit. Auch wenn die direkte Konkurrenz vom Vorwochenende erneut an den Start ging, trat der deutsche Olympia-Teilnehmer als einer der Favoriten an. Dieser Rolle wurde Luca Reger am Ende jedoch nicht ganz gerecht. Während er die Herausforderer, die er in Italien bereits besiegt hatte, auf Abstand halten konnte, musste er sich am Ende mit Platz 3 zufrieden geben.
Tim Budesheim mit besonderer Strategie zum Saisonbeginn
Weniger deutlich war hingegen die Ausgangslage im Open Bodybuilding. Behrooz Tabani verpasste wegen Visa-Problemen erneut einen Wettkampf auf europäischem Boden. Der Iraner hatte bereits im Vorfeld des Wettkampfes daher den Blick in Richtung China gerichtet, wo er die erneute Olympia-Quali holen will. Einen übermächtigen Favoriten gab es damit in Portugal nicht, auch wenn mit Jordan Hutchinson ein Olympia-Teilnehmer des Vorjahres an den Start ging.
Dass dieser jedoch durchaus schlagbar ist, zeigte sich bei der Flex Pro 2026 in Italien. Während der US-Amerikaner mit dem Anspruch nach Europa reiste, zwei Siege davonzutragen, musste er bei seinem ersten Auftritt vielmehr kämpfen, um überhaupt die Top 3 zu erreichen. Die Tür für eine deutsche Olympia-Qualifikation schien damit offener, als viele Fans noch vor einigen Wochen vielleicht vermutet hätten.
Neben Justin Musiol und Emir Omeragic wollte auch Tim Budesheim diese Chance nutzen. Während seine beiden deutschen Kontrahenten bereits mehrfach in dieser Saison auf der Bühne gestanden hatten, war es für den Hessen ein spontaner Saisonbeginn. Ursprünglich hätte der 36-Jährige erst in den USA seinen ersten Wettkampf in diesem Jahr bestreiten wollen. Gemeinsam mit Coach Manuel Bauer entschied man sich jedoch, bereits in Portugal an den Start zu gehen – dieses Mal allerdings ohne Peak Week.
Jordan Hutchinson gewinnt im zweiten Anlauf
Doch bereits im Rahmen der Vorwahl wurde klar, dass die Judges die deutschen Athleten nicht ganz vorne sahen. Während Justin Musiol zunächst noch im First Callout aufgerufen wurde, ließen ihn die Judges anschließend auch im Second Callout auf der Bühne stehen. Erst dann kamen Tim Budesheim und Emir Omeragic hinzu, die sich beide sicherlich mehr vom Wettkampf erhofft hatten.

Die Überraschung des Abends war hingegen James Hollingshead. Der Brite konnte 2022 letztmals am Olympia teilnehmen und hatte in der Vergangenheit unter anderem mit Depressionen zu kämpfen. Nach mehreren guten Ergebnissen im Vorjahr, bei denen er jedoch nie die Top 3 erreichte, gelang ihm in Portugal ein unerwartet guter Saisonstart. Nur knapp musste er sich dem letztlichen Sieger geschlagen geben.
Dieser war wiederum Jordan Hutchinson, der damit zum zweiten Mal am Olympia teilnehmen wird. Bester Deutscher wurde an diesem Abend Justin Musiol auf Platz 4. Direkt dahinter folgte Emir Omeragic. Für Tim Budesheim wurde es der siebte Rang.
Ergebnisse Mr. Big Evolution Pro 2026
Die Open ging damit wie folgt aus:
- Jordan Hutchinson
- James Hollingshead
- Lorenzo Leeuwe
- Justin Musiol
- Emir Omeragic
Die vollständigen Scorecards und mehr Bilder folgen.
Titelbild: Instagram


















