Gut ein Jahr, nachdem die IFBB das Qualifikationssystem für den Mr. Olympia 2026 angepasst hatte, kommt es zur erneuten Regeländerung. Dies kann als Reaktion auf die immer noch hohe Teilnehmerzahl beim diesjährigen Wettkampf in Las Vegas verstanden werden. Wäre der neue Qualifikationsmodus bereits in diesem Jahr gültig gewesen, hätten 20 Athletinnen und Athleten weniger das Olympia-Ticket erhalten.
IFBB führte Punkteranking vor dem Olympia 2026 ein
Dass Bodybuilding trotz seines Nischendaseins ein immer beliebterer Sport wird, hat nicht nur Vorteile. Immer mehr Profi-Veranstaltungen in inzwischen insgesamt zwölf Klassen führen auch dazu, dass eine immer größere Anzahl an Athletinnen und Athleten die Qualifikation für den Olympia erhält.
Nachdem zwischenzeitlich bis zu 100 Starter in einzelnen Klassen gedroht hatten, reagierte die IFBB im vergangenen Jahr und führte ein Punkteranking ein. Während bis dahin der Sieg bei einem Wettkampf automatisch die Teilnahmeberechtigung für den Olympia brachte, wurde dies in der Classic Physique, der Men’s Physique sowie der Bikini- und der Wellness-Klasse angepasst.
Mit Ausnahme von fünf „Flagschiff-Wettkämpfen“ benötigten Athletinnen und Athleten nunmehr zwei Siege, um mit Sicherheit beim Olympia starten zu dürfen. Andernfalls musste man hoffen, durch entsprechende Top-5-Platzierungen genügend Punkte zu sammeln, um über das Top-25-Ranking teilnahmeberechtigt zu sein.
Punkteranking wird für den Mr. Olympia 2027 erneut angepasst
Im August endete dann der Qualifikationszeitraum für den Mr. Olympia 2026. Damit war klar, dass trotz der Einschränkungen weiterhin fast 350 Athletinnen und Athleten in Las Vegas an den Start gehen dürften. Auch wenn insbesondere Visa-Probleme und gesundheitliche Herausforderungen in jedem Jahr für Ausfälle sorgen, erwartet die Fans damit immer noch eine immens lange Veranstaltung.
Hierauf reagierte die IFBB nun bereits vor Austragung des Wettkampfes in Las Vegas. Für die neue Qualifikationsperiode vom 31.08.2026 bis 12.09.2027 wird das Punkteranking nochmals angepasst. Während die Punktzahl für eine Top-5-Platzierung bei einem Wettkampf gleich bleibt, sollen ab dem kommenden Jahr nur noch die Top 20 über das Punkteranking startberechtigt sein.
Wäre dieses System in diesem Jahr bereits zur Anwendung gekommen, hätte es prominente Opfer der Neuregelung gegeben. In der Classic Physique landeten die beiden Top-10-Olympians Matheus Menegate und Michael Daboul auf dem geteilten 23. bzw. geteilten 21. Platz.
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